Transkript zu: Joyride-Johnny

2026-01-28

Transkript zur Episode: Joyride-Johnny

Daniel: Hallo Philipp.

Philipp: Hallo Daniel. Es ist wieder soweit. Ist schon wieder Mittwoch.

Daniel: Es ist schon wieder, oh Gott, ja, es ist schon wieder Mittwoch und es ist schon wieder eine neue Staffel Heldendumm.

Philipp: Ja, Wahnsinn. 7. Naja. Am Ende der Staffel finden wir deinen Kopf in der Kiste.

Daniel: Oder Tonyas. Ja, ja, es geht wieder los und ich darf wieder beginnen.

Philipp: Du musst mir gleich erzählen, oder was heißt gleich, das wird n bisschen dauern heute, das ist ne längere Geschichte… du musst dir nachher sagen wo die Heldenhaftigkeit in dieser Episode war, wo die Dummheit in dieser Episode war, ob sie bei dir war oder ob sie bei den anderen Akteuren war. Aufgesplittet, alles zusammengefasst. Du wirst sie bewerben, bewerben… bewerben wirst du nicht, bewerben auch. So auf jeden Fall.

Daniel: Du hast dich schon beworben, wenn die Episode draußen ist. Erinnert euch bitte an Instagram.

Philipp: Leute, Oh ja, du wirst die… Ich weiß ja davon, was da kommt. Du wirst sie bewerten.

Daniel: Außerdem ist es noch so ne Geschichte. Ich habe quasi nach meiner Recherche festgestellt, dass diese Geschichte schon dreimal verfilmt wurde, zuletzt im Jahr 2009, deswegen könnte sein, dass du sie kennst.

Philipp: Mhm. OK, ich bin gespannt. Wer weiß, ich weiß es nicht, also.

Daniel: Deswegen, ich werd sicherheitshalber mal den Nachnamen erstmal weglassen.

Philipp: OK.

Daniel: Das ist mein einziger Weg, quasi n bisschen Spannung für dich aufrecht zu erhalten, möglicherweise, möglicherweise aber auch nicht. Aber gut, fangen wir mal an, ja heute, wieso oft gehen wir in die US und A und zwar nach Indianapolis. Und wir beginnen die Geschichte am 22. Juni 1903.

Philipp: 1903, da gehen wir ganz schön weit zurück.

Daniel: Ja, ist schon n Stückchen. Du bist das zweite Kind deiner Eltern. Deine Mutter heißt Mary Allen und dein Vater heißt John Wilson. So weit, so generisch. Und Du hast noch eine Schwester, sie heißt Audrey. So, und diese Schwester ist 14 Jahre älter als du, also deine Eltern haben dich relativ spät bekommen, danach noch mal. Ich weiß gar nicht, wie alt sie waren zu dem Zeitpunkt, aber sagen wir mal, die Abstände sind vorhanden.

Philipp: Das sind allerdings Abstände. 14 Jahre ist sehr viel.

Daniel: Und auch du, wie dein Vater, heißt John. Nur er hieß John Wilson. Du bist John Herbert.

Philipp: John Herbert, perfekt. Also sicherlich auch irgendwo ein deutscher Einfluss irgendwo in der Familiengeschichte.

Daniel: Möglicherweise.

Philipp: Herbert weiß ich nicht, ob das amerikanischer dann klingt oder nicht.

Daniel: Man nennt dich aber nicht Herbert, man nennt dich auch nicht John, man nennt dich Johnny, einfach ne, der Vater ist der John. Du bist der Johnny.

Philipp: Sowieso, wie man das kennt, tritt auch noch irgendein Charakter auf, der Doc heißt, weil dann haben wir den klassischen US-amerikanischen Film der 30er, 40er, 50er, 60er und 70er abgefrühstückt.

Daniel: Wir werden n paar Docs haben auf jeden Fall, ja. Ja, guck mal. Wie gesagt, man nennt dich Johnny, damit man dich von deinem Vater unterscheiden kann und der ist Lebensmittelhändler. Der kennt Hinz und Kunz wirklich, der kennt jeden, jeder kennt ihn und der hat viele Freunde, viele Bekannte generell. Deine Eltern haben viele Freunde und viele Bekannte und genau dementsprechend so groß muss die Trauerfeier gewesen sein, als deine Mutter stirbt. Die stirbt nämlich 1907, da bist du gerade mal 3 Jahre alt.

Philipp: Und das ist sehr früh, das ist glaub ich n tragisches Erlebnis.

Daniel: Vermutlich. Vermutlich verstehst du es noch gar nicht so wirklich. Jedenfalls deine Schwester, die zu dem Zeitpunkt fast volljährig ist, die muss deine Erziehung übernehmen. Und gerade weil dein Vater gar nicht so weiß, wie das mit dieser Erziehung funktioniert, weil seine Erziehung ist Zuckerbrot und Peitsche.

Philipp: Na ja, gut, aber das ist ja jetzt auch nicht so selten gesehen glaub ich, oder?

Daniel: Ja, also gerade am Anfang des 20. Jahrhunderts. Genau, also ist wie gesagt, wenn du Mist gebaut hast, dann gibt es Schläge und wenn ihm das schlechte Gewissen eingeholt hat, gab es Geschenke, also das war seine Art von Erziehung in dem Moment. Und ja, das geht halt immer und immer wieder so, bis du später irgendwann 1912, bist du 9 Jahre alt und dein Vater heiratet erneut. Und er stellt dir seine… Er stellt dir deine Stiefmutter vor, du lehnst sie aber kategorisch ab.

Philipp: Ich lehne Sie ab. Verlassen Sie das Haus, ich lehne sie ab.

Daniel: Du lehnst sie ab. Also du hast wahrscheinlich nicht viel zu sagen in dieser Hinsicht, neunjähriger Sohn, aber du hast so deutlich protestiert, dass man heutzutage das noch erwähnt in deiner Geschichte.

Philipp: Verstehe. Ich bin übrigens dafür, dass wir in dieser Staffel irgendwelche lustigen Begriffe aus der Vergangenheit wieder einfließen lassen. Ich möchte mich in diesem Falle als Stepke bezeichnen.

Daniel: Stepke, sehr schön. Ja, der Stepke, der geht auch zur Schule und dass die Schule läuft, das ist gut… nicht so gut.

Philipp: Das ist schlecht.

Daniel: Genau, die Schule läuft nicht so gut, aber nicht, weil du dumm bist, sondern weil du nicht wirklich in deinem bisherigen Leben gelernt hast, was gut und was schlecht ist. Und dementsprechend fällst du negativ auf, ganz oft, weil du einfach Dinge tust, die, Na ja, einfach nicht cool sind zum Beispiel.

Philipp: Verprügel irgendwen oder so.

Daniel: Ja geh mal n Schritt weiter. Du gründest eine Gang.

Philipp: Moin. Oh OK, ich gründe eine Gang. Ist die Verfilmung “Die wilden Kerle”?

Daniel: Nein.

Philipp: Ich gründe eine Gang, geil, aber Gang ist schon super.

Daniel: Ja, ne Gang ist schon super. Ihr, also du und deine Leute, du und deine Crew.

Philipp: Haben wir auch so n Erkennungszeichen? Irgendwie “Wildes kommen” und so oder so?

Daniel: Stimmt, ganz sicher. Ihr fällt auf, weil ihr ständig kleine Diebstähle begeht.

Philipp: Aber nicht im Lebensmittelladen von meinem Vater, oder? Das wär ja unangenehm.

Daniel: Das wär auch dämlich. Der wird ganz schön blöd, ja. Was ihr macht, ist Kohle klauen. Also jetzt Geld oder die Schwarze?

Philipp: Die Schwarze, verstehe.

Daniel: Ihr klaut Kohle, weil es ist einfach, was man halt so macht. Ne, da geht halt ne Eisenbahn mitten durch die Stadt und die haben ja früher diese Säcke mit der Kohle hingehangen, weißt du, quasi tanken auf dem Weg. Ja die habt ihr einfach abgezogen ne, oder bleibt halt so ne Eisenbahn halt mal liegen.

Philipp: Die lagen da und wir haben gesagt, Na ja, gut, kann man jetzt auch das Besitzrecht auch verhandeln, ne können wir ja mal Fakten schaffen.

Daniel: In der Tat, ne. Ich frag mich halt was ihr mit der Kohle macht.

Philipp: Ja, das frag ich mich allerdings auch. Vielleicht haben wir uns alle ganz doll drauf gesetzt und versucht sie zu Diamanten zu pressen. Oh, unter dem Druck.

Daniel: Das wär n geiler Move, da werdet ihr Alchemisten.

Philipp: Alchemisten, da los.

Daniel: Ja n Alchemisten hab ich auch schon im Petto für diese Staffel. Vielleicht müssen wir gucken, ob ich es hier schaffe. Alchemist übrigens auch tolles Wort, fällt in die gleiche Kategorie wie Stepke.

Philipp: Super, bin Fan. Der Stepke und die Alchemisten, könnte auch so n Buch sein, was man jetzt für ne Klasse lesen muss.

Daniel: Genau. Ja gut, ihr macht aber keine Diamanten, ich weiß nicht was ihr mit der Kohle macht, vielleicht nach Newcastle verschiffen, ich weiß es nicht.

Philipp: Denkbar, ja. Denkbar.

Daniel: Wär nicht das erste Mal, dass das jemand macht, aber die Zeit vergeht und ihr… Also deine Patrock Family zieht 1920, wo du ungefähr 17 bist, aus der Stadt heraus nach – jetzt mal gucken wie sie sich hier aussprechen haben – Mooresville oder Mooseville, das ist so n Vorort von Indianapolis.

Philipp: Wirklich Mooseville oder Mouseville?

Daniel: Nee, Mooresville. M-O-O… Mouseville, nicht die Stadt, wo Micky Maus wohnt.

Philipp: Oh, das wär witzig.

Daniel: Nee, es ist, ich glaube, es ist Mauston und irgendwas anderes ist… und Entenhausen ist irgendwie, ja gut. Entenhausen ist ja wahrscheinlich n Vorort davon oder so. Ist Duckburg oder so. Es gibt auch irgendwas mit -ville.

Philipp: Egal, wir machen halt bei Sims. Bei Sims waren alle bei Ville, von daher.

Daniel: Ja, das stimmt allerdings. Genau, jedenfalls. Ihr zieht in diesen ländlichen Vorort und der Grund dafür ist, wenn man deinem Vater glauben kann, eine Erziehungsmaßnahme für dich, weil auf dem Land, da hat man weniger Flausen im Kopf, man muss ja schließlich die ganze Zeit arbeiten.

Philipp: Das halt ich für n Gerücht.

Daniel: Ich auch. Und auch du, also Johnny… Du hältst das auch für n Gerücht und dir stinkt das richtig, weil du hältst dich irgendwie noch weniger an Regeln als vorher schon nachdem du dahin gezogen bist, weil du hast da gar keinen Bock. Du brichst die Schule ab, weil das geht ja gar nicht, also es hat schon vorher nicht funktioniert, du sagst dann irgendwann mal so: “Ja gut, wenn ich jetzt noch weit weg wohne oder hinfahren muss, jedes Mal in Ruhe… Machen wir nicht.” Du fährst aber trotzdem in die Stadt, und zwar um in deiner Maschinenfabrik zu arbeiten in dieser Zeit. Und du merkst recht schnell, dass Arbeit dir nicht liegt.

Philipp: Ja gut, das kann man… Ich finde es schön, dass es passiert in vielen Biografien, dass so gesagt wird, Arbeit liegt mir einfach nicht.

Daniel: Ja, das finde ich gut.

Philipp: Aber wenn jemand es dazu bringt, dass er hier heute behandelt wird, dann ist das ein wichtiges Indiz dafür, dass es ja scheinbar andere Qualitäten gab, die zumindest erinnerungswürdig waren.

Daniel: Ja, ich würd sagen ja, dazu kommen wir noch. Ich möchte noch nichts sagen. Muss ja nicht im positiven Sinne sein.

Philipp: Ja, ich weiß nicht, ob irgendwas von dem heute irgendwelche Qualitäten sein könnten. Weißt du, deswegen, das darfst du später gerne bewerten. Dann muss ich wieder mich um Leichen kümmern.

Daniel: Auch nö. Nein, keine Sorge jedenfalls. Du pendelst täglich in die Stadt, erstmal um zu arbeiten, dann merkst du, bist nicht gut im Arbeiten, also fährst du dahin, um einfach deinen Schabernack nachzugehen, hier und da Gangaktivitäten.

Philipp: Schabernack kommt als drittes in die Kategorie. Aber Philipp, wie pendelt man am besten in den 1920ern?

Daniel: Also ich vermute es gibt 2 Möglichkeiten. Seinerzeit wird es wahrscheinlich ne Eisenbahn gegeben haben, je nachdem wie weit es weg ist. Es ist nicht so weit weg. Ich weiß nicht, ob wir schon in den Zwanzigern, schon im Zeitalter des Busses sind.

Philipp: Oh ja, na ja, ich glaube noch nicht. Wobei ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

Daniel: Und ich weiß auch nicht, ob wir im Zeitalter des Fahrrads sind.

Philipp: Oh, das ist das ganz sicher glaub ich. Auch so schon diese normalen Fahrräder oder noch diese mit diesem Rad ne, das ist ja auch ganz vermerkt.

Daniel: Ich weiß es gar nicht, müsste man überprüfen, tatsächlich, aber ich kann dir ganz genau sagen, wie du da hingekommen bist in die Stadt, und zwar durch sogenanntes Joyriding.

Philipp: Das klingt hochgradig unangebracht. Das klingt, als wär es verboten.

Daniel: Ist es.

Philipp: Ist es sich oben auf einen Zug drauf zu legen?

Daniel: Nein, nein, nein, OK, nein, da gehen wir nicht hin heute. Nee, Joyriding ist die Vorstufe vom Grand Theft Auto. Denn beim GTA wird dem Besitzer sein Fahrzeug gestohlen mit dem Ziel, ihn dauerhaft von diesem Fahrzeug zu trennen, sei es durch den Selbsterhalt oder den Verkauf. Beim Joyriding ist aber der Fokus auf die Kurzfristigkeit, das bedeutet du stiehlst ein Fahrzeug oder ein Pferd, das fällt noch darunter, du nutzt es um Spaß zu haben oder um an dein Ziel zu kommen und danach bringst du das Fahrzeug oder das Pferd zurück oder du lässt es einfach irgendwo stehen. Auch das Pferd lässt es einfach irgendwo stehen.

Philipp: Und das ist hochgradig verboten. In den 1920ern. Ach was, zufällig Diebstahl.

Daniel: Es ist nicht nur Diebstahl Philipp, es ist Joyriding.

Philipp: Okay okay tschuldigung, ich joyride also was das Zeug hält.

Daniel: Aber sowas von.

Philipp: Geil. Was klau ich denn? Klau ich Autos oder Pferde?

Daniel: Autos. Da ist aber schon ne große Verbreitung von Autos in den Zwanzigern.

Philipp: So ne.

Daniel: Ja ja, also dir gefällt speziell der Ford V8.

Philipp: Ach was, sowas aber auch.

Daniel: Der wird noch wichtig später, das ist dieses klassische, das kennst du bestimmt so aus Mafiafilmen, dieser schwarze Wagen quasi mit diesen gesprungenen Dingern vorne, diesen Kotflügeln und dann so Trittbretter hat es an den Seiten.

Philipp: Ich weiß genau, welches Auto du meinst.

Daniel: Behalte das Bild im Kopf, das wird noch sehr, sehr wichtig heute. Jedenfalls du Joyridest gerne, du findest das total geil, der Richter findet das nicht geil, nachdem du vorgeführt worden bist, weil du machst das sehr oft und das fällt so oft auf und du machst auch gar kein Hehl draus, sondern du steigst einfach in ein Auto und fährst weg.

Philipp: Ich glaub, das war noch die Zeit vor Schlüsseln. Weißt du so wo du sagen kannst? Ja, das Auto gehört mir und dann sagt jemand anderes, haha, nee.

Daniel: Das ist aber auch geil, dass wir sagen, so, ja, gab es eigentlich schon den Bus? Na ja, wissen wir nicht, aber auf jeden Fall gab es noch keinen Schlüssel.

Philipp: Ja gut, ich meine so bei so einem Pferd hat man sich ja auch drauf verlassen, dass wenn du n Pferd anbindest, dass das kein anderer nimmt und ich meine so n Auto ist ja auch quasi n Pferd. Kannst ja auch kein Pferd abschließen.

Daniel: Nee, also kannst probieren, so n Fahrradschloss vielleicht.

Philipp: Durch den Nasenring. Fahrradschloss mit dem Nasenring, aua. Nee, wollen wir nicht machen.

Daniel: Wollen wir nicht. Heute werden keine Tiere verletzt.

Philipp: Auch gut. Glaub ich, hoff ich.

Daniel: Also werden wir rausfinden, genau jedenfalls der Richter findet das gar nicht geil und er stellt dich vor die Wahl: Jugendstrafe oder Militärdienst.

Philipp: Ja, ganz klar der Militärdienst.

Daniel: Jawohl, du denkst dir geil, die Welt steht mir offen. Ich join’ die Navy. Was haben wir jetzt? Ist schon nach dem Ersten Weltkrieg?

Philipp: Wir haben 1923.

Daniel: Glück gehabt.

Philipp: Absolut Glück gehabt. Im Juni 1923 findest du dich auf der USS Utah wieder. Das ist so n Schlachtschiff der Florida Klasse, das ist n Oschi. Und die Utah, die war davor recht viel unterwegs, hat aber noch nie n Kampf gesehen. Im Ersten Weltkrieg patrouillierte die in irischen Gewässern, danach pendelte sie zwischen USA, der Karibik und Frankreich tatsächlich und als du Teil der Crew wirst wurde sie frisch zur einer Aufklärungsflotte zugewiesen. Und Aufklärung bedeutet für dich Reisen, neue Orte entdecken. Und das ist ja dein Traum in dem Moment. Du willst weg von zu Hause, es ist super, mega. Joyride mit dem Schiff.

Daniel: Joyride mit dem Schiff. Es ist aber sehr schnell ausgeträumt, weil du bekommst deine Uniform und man schickt dich unters Deck, dein Rang ist Fireman Third Class. Und man könnte meinen Fireman zum Feiern… also nicht nur feiern im deutschen Sinne, sondern zu Feier an der Schiffskanone, aber Nein wörtlicher zu nehmen. Dein Job ist, Feuer zu machen am Kessel.

Philipp: OK, das ist ja richtig Scheiße.

Daniel: Du darfst Kohleschaufeln genau.

Philipp: Ja, das ist mal… Ich glaube, der größte Scheißjob den es dort gibt, auf diesem Schiff.

Daniel: A das und b wenn du so zurückdenkst: Autoritätsprobleme, du bist impulsiv, du hasst Arbeit und jetzt wirst du als Heizer Kohle scheffeln. Was meinst du, wie lange geht das gut?

Philipp: N halben Tag. N bisschen länger, also n halben Monat.

Daniel: Nee, es ist du… Also ich sag mal so, es geht sehr schnell nicht gut, weil du hast mehrere Disziplinarstrafen wegen Ungehorsam und unerlaubter Entfernung vom Dienst schon auf dem Buckel, also ziemlich ziemlich schnell. Aber du hältst durch bis zum 4. Dezember 1923. Da legt ihr an in Boston.

Philipp: Na ja, die Alternative ist aber auch schwierig. Also du bist ja auf dem Schiff, was willst du machen, dich über Bord werfen ist auch schwierig.

Daniel: Ja, ja, ja, das ist tatsächlich schwierig. Aber wie gesagt, ihr legt an in Boston am 4. Dezember 23. Du gehst von Bord und man klassifiziert dich einfach direkt als Deserteur, weil die wissen alle, du kommst nicht wieder.

Philipp: Schon direkt. Ah ja, OK, wir wissen schon wie das ausgeht. Schreib den schon mal auf.

Daniel: Genauso. Das Problem ist, das ist halt ne unehrenhafte Entlassung und damit verschwinden deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt komplett.

Philipp: Was sollte dich erstmal nicht stören? Ne du hast eh nicht vor zu arbeiten.

Daniel: Richtig. Aber du verlierst auch einige Rechte. Sowas wie Waffenbesitz ist weg, das Wahlrecht verschwindet. Jegliche Vorteile durch den Veteranenstatus – klar, du bist ja kein Veteran, du bist Deserteur – weg.

Philipp: Na ja, als ob mich irgendwas davon interessieren würde. Ehrlicherweise.

Daniel: Genau das würde dich eigentlich gar nicht jucken. Das einzige Problem ist für den Fall der Fälle, dass du deine Dokumente verlierst. Bekommst du keine neuen, denn du verlierst auch deine Staatsangehörigkeit.

Philipp: Oh, ich bin… Ich bin quasi vogelfrei erklärt.

Daniel: Du bist staatenlos im eigenen Land.

Philipp: Das ist staatenlos, ist hart, also staatenlos ist gar nicht schön da. Da also wär ich nicht gern. Wobei ich glaube… Nee, eigentlich doch, doch schon problematisch. Ich mein, du kannst dich raushalten aus allen internationalen Konflikten, ne, also es kann dir nicht passieren, dass du irgendwie eingezogen wirst zum Wehrdienst oder sowas, weil du, weil es keinen Staat gibt, der das tun kann.

Daniel: Das ist richtig. Also Dambo machst dir erst mal gar keine Sorgen, aber glaub mir, international ist nicht relevant für dich für diese Geschichte heute.

Philipp: Verstehe. Ich verhalte mich weiterhin in den Vereinigten Staaten auf und ich hab ja immer noch meinen Pass, das heißt, bin ja immer noch US-Amerikaner oder so theoretisch.

Daniel: Genau. Also wenn du… du kannst dich ausweisen als US-Amerikaner und keiner wird irgendwas sagen, aber sobald du sagst ich hab keine Dokumente wird schwierig. Aber egal, juckt. Ist völlig irrelevant für dich, du bist erst mal von Bord, du denkst dir erst mal feiern gehen.

Philipp: Ja, sicher erst mal in die Hafenpinte. Pinte. Übrigens der nächste Begriff.

Daniel: Sehr schönes Wort. Wer mitschreibt, bitte in die Kommentare irgendwo, damit wir n Überblick behalten. Jedenfalls du gehst saufen und du triffst die Beryl Ethel Hovious. Beryl ist eine Bauerntochter, sie ist nett, sie ist hübsch und sie scheint dich zu mögen.

Philipp: Da hat sie offenbar n schlechtes Gespür. Aber das kommt mir ja gelegen in dieser Frage.

Daniel: Es ist dir völlig egal. Ihr möchtet heiraten.

Philipp: Ja, natürlich. Hafenpinte, ein Tag. Wir heiraten, komm. Das ist gut. Vielleicht hat die reiche Verwandte oder so.

Daniel: Ja, ja, Bauern vielleicht, wer weiß.

Philipp: Ja, Grund. Die Hektar.

Daniel: Was sie aber nicht hat, ist ne Volljährigkeit.

Philipp: Ja, aber sie ist kurz davor, sie ist 17, es dauert nur noch n bisschen.

Daniel: Aber ihr wollt heiraten und dann geht ihr zum Standesamt, sie sagt einfach “ach komm ich bin 18”. Da überprüft es keiner.

Philipp: Skandal.

Daniel: Guckt keiner nach. Und ihr heiratet im April 1924 und alles schön frisch verheiratet, aber ihr merkt so hm, wir haben gar kein Geld. Weil, Na ja, sie ist wahrscheinlich Hausfrau in dem Moment und du bist der arbeitslose Arbeitslose.

Philipp: Der arbeitslose Arbeitslose? Ja, mit dem… wie hieß der Hund, Schalke?

Daniel: Schalke genau, ja, die Auswandern von Gelsenkirchen glaub ich nach Recklinghausen oder so.

Philipp: Ja, du wanderst nicht so weit. Du wanderst beim Nachbar aufs Grundstück, klaust dir 50 Hühner und du wanderst dann zum nächsten Markt und versuchst zu verkaufen.

Daniel: Vor allem auch 50, nicht irgendwie 3. 50, direkt keine halben Sachen hier. 50 Hühner.

Philipp: Kommst du mit deinem V8 vorgefahren? Ne? Das fällt doch überhaupt nicht auf, die machen ja keine Geräusche, so Hühner.

Daniel: Da gackert so ein Auto. Jedenfalls du bringst die auf den lokalen Markt und der Käufer, der guckt sich an, Oh ja, Hühner, und dann fragt er dich irgendwas und du ja…

Philipp: Ja, legt Eier.

Daniel: Legt Eier. Toll, er merkt… So, das ist ein Hahn.

Philipp: Der merkt so… oder du hast keine Ahnung von Hühnern.

Daniel: Du hast keine Ahnung von fairen Preisen, da muss irgendwas falsch an dir sein und er informiert die Polizei.

Philipp: Ja. So schnell geht das. Und die Polizei nimmt die Hühner mit. Und sie nimmt auch dich mit.

Daniel: Musst dich mit den Hühnern in die gleiche Zelle?

Philipp: Ich hoff nicht, auch das wär sehr lustig, aber das ist ja dann auch wieder die Frage. Jetzt muss er ja erst mal herausfinden, wo kommen die Hühner überhaupt wieder jetzt hin. Die Polizei muss ja erst mal diese 50 Hühner nehmen und muss jetzt erst mal herausfinden, Scheiße, wo kamen die denn her?

Daniel: Also warten kann man, jeder kriegt Aufkleber. Wir haben auch noch n paar Samen sichergestellt. Na ja, jedenfalls du stehst wieder vor Gericht und…

Philipp: Schwer geht das.

Daniel: Das Urteil wird quasi verkündet, der Richter hebt sein Hämmerlein und will gerade irgendwas sagen und schlagen und in dem Moment taucht dein Vater auf und er redet auf den Richter ein, weil der Vater ist ja der, der hat n guten Ruf, jeder mag ihn und der Richter knickt ein. Der Richter knickt ein und der verhängt dir so ne Bewährungsstrafe von wenigen Tagen und eine Zahlung von $25, die du nicht hast.

Philipp: Ist damals glaub ich relativ viel, aber ist OK jetzt mal so im Gegensatz zu dem was mir so potenziell blühen könnte.

Daniel: Ja, vor allem in den Knast gehen. Wahrscheinlich für Hühnerklau ist schon sehr traurig.

Philipp: 1500.

Daniel: Ja. Na ja, du stehst auf jeden Fall zu Hause ohne Geld da. Deine Frau guckt dich an, “so geht das nicht weiter”, sagt sie.

Philipp: So fängt das überhaupt gar nicht erst an.

Daniel: Und jedenfalls sie sagt, Such dir n Job und Du guckst und guckst und guckst. Und du hast so n Händchen für Baseball und du gehst zur lokalen Baseballmannschaft und zeigst, was du drauf hast. Und man sieht dir Potenzial an, du bist n guter Shortstop, also quasi der Typ zwischen ersten und zweiten Base, der die Bälle fangen soll. Und der Trainer sagt Ja, komm in die Mannschaft, kannst n bisschen Geld verdienen und n Polsterer für die Bälle brauchen wir auch noch. Kannst du auch noch machen.

Philipp: Polsterer ja, warum nicht?

Daniel: Und du spielst gar nicht schlecht, du bist wirklich gar nicht schlecht, aber du machst keine Karriere, weil du verdienst damit nicht genug Geld, es reicht einfach nicht, um quasi euer Leben zu finanzieren.

Philipp: Verstehe. Also was macht man? Wenn man kein Geld verdient. Hühner.

Daniel: Das wär die erste. Das ist der erste Schritt, den haben wir aber schon gemacht. Also der zweite ist einfach ab in die Kneipe.

Philipp: Ah OK, natürlich erst das eine, dann das andere.

Daniel: Genau. Und in den Kneipen, da triffst du die falschen Leute und triffst es langsam in eine Gesellschaft ab, die dir nicht so gut tut. Also nicht, dass du jetzt schon besser gewesen wärst oder sowas, aber das tut dir alles nicht gut.

Philipp: Meine aktuelle Lage wird einfach nicht besser dadurch und diese Lage ist halt gar nicht so schlecht… gar nicht so gut mein ich, weil du bist auch so n bisschen im Minus, ehrliche Arbeit bringt nichts, irgendwie muss es anders gehen.

Daniel: Es muss anders gehen und ich bin mir sicher, dass diverse Zugewanderte aus dem südeuropäischen Raum mich gern unter den Iren sehen würden.

Philipp: Noch nicht. Oder vielleicht gar nicht? Wer weiß, du lernst erstmal Ed kennen und Ed klingt nicht wie ein Südeuropäer.

Daniel: Könnte aber ein Ire sein.

Philipp: Könnte ein Ire sein. Ed ist Billardspieler.

Daniel: Oh OK.

Philipp: Und Ed ist ein Ex-Knacki.

Daniel: Ja, da kennt man sich ja da.

Philipp: Kennt man es also zumindest, kommt man gut miteinander aus.

Daniel: Ich hab also wahrscheinlich hab ich in der Karriere höchstens Taschenbillard gespielt, aber das ist ja auch, das ist ja auch ne Erfahrung.

Philipp: Ihr kommt jedenfalls ins Gespräch. Du erzählst ihm ja Kills fast im Knast.

Daniel: Das hab ich ja alles schon mitgemacht, alles schon erlebt, ich hab da nen Lösungsweg, wir brauchen nur jemanden der Geld hat.

Philipp: Und da sagst du: Ach, mein Vater, der kennt ja so n Lebensmittelhändler, der heißt Frank und ich hab mal gehört, Frank, der samstags hatte immer seine kompletten Tageseinnahmen, die führt er mit sich, die bringt er irgendwo hin. Und dann sagt Ed: Ja ist doch ne gute Idee, lassen Sie ihn einfach überfallen, sein Geld nehmen.

Daniel: Ja, OK, das ist vielleicht gar nicht mal so intelligent, weil der kennt dich doch. Also an mich. Ja, also möglich, der kennt mich ja, also wenn ich ihn ausraube, dann sagt er ja, der war das. Ja OK, Knast. Das ist nicht sehr, also das ist nicht sehr durchdacht, so die Idee.

Philipp: Ich sag dir, die Idee, der Plan, der ist großartig, der kann auch nicht schief gehen.

Daniel: Davon bin ich sicherlich fest überzeugt, ja. Hast du mir Ed ausgedacht?

Philipp: Am Abend des sechsten Septembers 1924 lauerst du Frank auf, du hast eine Brechstange organisiert und die hast du in den Stoff gewickelt und du willst diese Brechstange Frank über den Kopf zimmern und sobald er bewusstlos ist, stiehlst du sein Geld und dann fliehst du mit Ed. Und Ed hat einen Fluchtwagen in der Nähe geparkt.

Daniel: Das heißt, Ed tut eigentlich gar nichts.

Philipp: Nein.

Daniel: Das heißt, ich kümmere mich und Ed sitzt.

Philipp: Sitzt und wartet. Der hat ja jede Art von… der kann ja alles leugnen, “ich hab da nur in meinem Auto gesessen” und dann wird hier einer erschlagen, so was gibt es doch gar nicht, was ist das denn für ne Geschichte? “Ich wollt nur zum Billard fahren gerade”, ist ja nicht zu fassen sowas. In der Realität ist es also… kommt es so: Du stehst hinter der First Christian Church in der South Jefferson Street in Mooresville. So, da stehst du hinter mit deiner Brechstange, da lauerst du auf, du weißt, Frank kommt gleich. Und Frank kommt um die Ecke. Du springst raus, haust zweimal auf seinen Kopf mit dieser Brechstange, er dreht sich um und guckt dich an und ist erst mal perplex, was das überhaupt soll.

Daniel: OK, also auch. Also ich schein das nicht gut geplant zu haben, irgendwie auch so mit der Brechstange. Was ist das für ne Brechstange, ist die ungefähr 3 Zentimeter groß oder?

Philipp: Das kann ich Ihnen nicht sagen, ist ne Brechstange auf jeden Fall. Du stehst mit der Brechstange da, so n bisschen eingefroren, er guckt dich an, du guckst ihn an, er zieht n Revolver, oh.

Daniel: Plötzlich haben sich die Kräfteverhältnisse verschoben.

Philipp: Und du entscheidest dich, nach diesem Revolver zu greifen.

Daniel: Plötzlich haben sich meine inneren Organe verschoben.

Philipp: Tatsächlich nicht, aber kurz, sie warnen quasi kurz davor. Es entsteht ein Handgemenge, ihr prügelt euch quasi auf der Straße.

Daniel: Handgemenge kommt auch auf die Liste.

Philipp: Ein Schuss löst sich, trifft aber niemanden. Und dann passiert folgendes: Philipp, Frank hebt beide Hände über den Kopf, dreht seine Handflächen nach vorne und senkt seine Arme in 3 ruckartigen Bewegungen an die Seiten, und dabei ruft er: “Och Herr, mein Gott, gibt es keine Hilfe für den Sohn der Witwe?” Und wie aus dem Nichts stürmen plötzlich mehrere Männer aus ihren Häusern und der Pfarrer aus der Kirche. Und die laufen alle auf euch zu und der Punkt ist: Sie sind alle Freimaurer, und das ist das geheime Zeichen der Freimaurer. Es geht hier um Leben und Tod, ihr müsst mir sofort helfen.

Daniel: Okay das hätte man an dem Schuss nicht erkennen können, sondern erst an dieser, an dieser lustigen Aufführung.

Philipp: Absolut. Du machst also… du stehst vor dir, vor dir steht ein Mann, der irgendwas von dem Sohn der Witwe redet und Hampelmänner macht.

Daniel: Da wäre ich auch perplex, da würde ich… da würde ich jetzt meine Brechstange noch mal angucken und mich fragen, wie bin ich hier reingekommen.

Philipp: Das ist der Punkt. Du guckst dir das an und dann siehst du aber diese Männer, die alle, sag mal, mit wütenden Gesichtern auf euch zurennen und da hat sie quasi alle beschworen aus dem Nichts.

Daniel: Ja, wirklich. Sie sind einfach gespawnt.

Philipp: Die sind einfach gespawnt und du bekommst Panik und rennst davon.

Daniel: Ja, das kann ich verstehen.

Philipp: Und du denkst dir so, Ach Ed, Ed steht ja um die Ecke, dann hüpf ich ins Auto. Du hörst aber quasi Reifen quietschen nur bevor du wiederkommst. Ed hat den Schuss gehört.

Daniel: Ah, Ed hat den Schuss gehört. Ja, ich hab ihn ja nicht gehört offensichtlich, sonst würd ich nicht so viel Scheiße bauen.

Philipp: Genau das. Ed macht sich aus dem Staub und du denkst dir so ja OK, was mach ich jetzt, was mach ich jetzt? Und du rennst in die nächste, also wirklich in die nächste Taverne, die du siehst. Du rennst rein, setzt dich hin und sprichst andere Gäste drauf an, ob Mister Morgan… ob Frank Morgan in Ordnung ist, weil da ist ja also hier der Überfall und alle gucken dich an “was für n Überfall?”, die haben noch gar nichts mitbekommen.

Daniel: Ja, woher denn auch? Ich renne da direkt hin.

Philipp: Ja, und du bist quasi der erste, der davon spricht. Überhaupt nicht auffällig.

Daniel: Gar nicht auffällig. Nein, ich bin wirklich die hellste Kerze auf der Torte, da bin ich mir mittlerweile ganz sicher. Also da kann ja gar nichts mehr schiefgehen, ich bin ja ne Intelligenzbestie hoch 14 Gottes willen.

Philipp: Jedenfalls du merkst, dass das irgendwie nichts bringt und du fliehst nach Hause.

Daniel: Ich stell mir das so vor wie er da so reinrennt in hohem Geschwindigkeit sich an Tresen setzt, “hab ich das mitbekommen, das gibt es ja gar nicht, hab ich ja das mitbekommen, unfassbar”. Dann wirklich so Grillen zirpen. So weißt du so ein… so n Typ poliert noch so n Glas, alle gucken ihn an, er steht auf, rennt wieder raus.

Philipp: Das funktioniert nicht. Das Scheiße toll seh ich… seh ich vor mir diese Szene, ich seh sie vor mir. Das ist super. Du kommst auf jeden Fall nach Hause. Am nächsten Morgen wachst du auf, steht die Polizei vor der Tür.

Daniel: Ach, wie kommt das bloß. Ich hab also ich hab es gecallt. Ich habe gesagt, wenn ich das mache, der sieht mich und der sagt ja, der war es halt und dann ist das einfach sehr einfach.

Philipp: Es ist super. Das wie Fangenspielen mit einem weiß ich nicht…

Daniel: Chamäleon Tick. Hab dich, Ende, Ende. Er wurde rot.

Philipp: Ja, auf jeden Fall. Du bist in Haft und dein Vater kommt plötzlich um die Ecke, dieses Mal legt er kein gutes Wort für dich ein, dieses Mal sagt er dir: “Pass auf Junge, du bist Ersttäter”, was sowas… also der, nein, du bist Ersttäter im Sinne von einer Gewalttat und du kommst aus gutem Hause, sag einfach du bist schuldig, plädiere auf schuldig und einen Anwalt brauchst du dann nicht, der Richter wird sagen alles cool.

Daniel: Ich bin da skeptisch, aber von mir aus. Ich meine, ich hab jetzt ja auch nicht so viele Möglichkeiten, weil da ungefähr 300 Leute auf mich zugerannt sind, die mich alle gesehen haben, plus diese Kneipe, plus der Typ, der mich eh kennt, also die Wahrscheinlichkeit, dass ich da ordentlich rauskomme aus der Sache ist relativ niedrig, aber genau deshalb bin ich mir sicher, dass ich das Angebot nicht annehme.

Philipp: Du plädierst auf schuldig. Oh guck mal, tritt da etwa ein Lerneffekt ein? Wir sind erst bei Minute 34. Du plädierst auch schuldig und der Richter erwidert: “Ja, da passen die Aussagen hier überein. Wir haben so einen Typen, Ed heißt der, festgenommen, der sagte der ist nicht schuldig, der hat nichts damit zu tun, der stand auch da mit seinem Auto und der wollte zum Billard.”

Daniel: Ah, ich bin gut, ich hab ich hab es sehr gut, ich bin sehr gut drauf heute.

Philipp: “Aber wir wissen, dass dieser Ed damit zu tun hatte und er hat eine Strafe von mindestens 2 Jahren wegen Verschwörung zum Verbrechen bekommen. Und da du dich aber als schuldig erkennst, da bekommst du einfach 10 bis 20 Jahre für Körperverletzung mit Raubabsicht und noch mal 2 bis 4 Jahre fürs Verschwören.”

Daniel: Danke, das war es.

Philipp: Oh, das ist nicht aufgegangen.

Daniel: Nee.

Philipp: Der Richter möchte ein Exempel statuieren auf alle solche Taten und du bist Nummer 1.

Daniel: Das ist jetzt schlecht, das ist jetzt nicht gut, das ist ganz unangenehm, um nicht zu sagen, ist katastrophal.

Philipp: Ja, du wirst kurz danach in das Indiana State Reformatory in Pendelton eingewiesen und das erste, was du ankommst ist Zitat: “I will be the meanest bastard you ever saw when I get out of here”, was übersetzt bedeutet: Wenn ich hier rauskomme, werde ich der gemeinste Mistkerl sein, den ihr je gesehen habt.

Daniel: Na ja, es dauert aber halt noch ne.

Philipp: Es dauert n bisschen. Man untersucht dich das klassische ne einmal nackig machen, dann guckt man und findet bei dir erst mal Tripper.

Daniel: Sehr gut. Gut, ich hab ja auch viel gejoyrided.

Philipp: Du verbringst erst mal n paar Jahre im Knast. Wie gesagt, da kommst du nicht drum rum. Beryl, deine Frau, die lässt sich in deiner Abwesenheit scheiden.

Daniel: Ah. Ich hab 2. Es gab 2 Möglichkeiten, wie dieser Satz enden konnte und ich war bei noch nicht sicher, ob es scheiden oder schwängern wird oder… Tripper. Oder beides. Oder alles.

Philipp: Alles jedenfalls. Die lässt sich von dir scheiden und du denkst ja, komm scheiß drauf, was soll ich machen, ich bin hier eh gefangen. Aber ich habe eine Idee. Ich breche einfach aus. Ja, deswegen, du hast gerade gesagt, da kommst du nicht drum rum, da wollte ich noch mal ins Gespräch bringen. Vielleicht ja doch. Was hältst du davon? Wenn du sagst, ich möchte gegen Ed aussagen.

Daniel: Ja, aber der ist doch… sitzt doch auch.

Philipp: Aber ich möchte, also möchte ich trotzdem gegen Ed aussagen, einfach aus dem Grund, weil a er kriegt dann mehr, wenn du ihn quasi beweisen oder wenn du dem Richter beweisen kannst, dass Ed mehr beteiligt war, weil das war ja auch seine Idee im Endeffekt und B du musst dabei transportiert werden zum Gerichtssaal.

Daniel: Aha, das ist gar nicht so blöd.

Philipp: Es ist überhaupt nicht blöd. Das Problem ist aber, du denkst dir so ja OK, dann flieh ich einfach und die Tür öffnet sich vom Wagen von diesem Gefangenentransport, du rennst raus, die Leute fangen dich ein, das war die ganze Geschichte.

Daniel: Ja gut, normal. Also wieder gefangen. Spiel mit Chamäleon Tick.

Philipp: Absolut. Es ist wirklich so dämlich. Dann hast du in der Wäscherei gearbeitet im Gefängnis und das Typische: Wo kannst du fliehen? Also nenn mir alle Szenarien die du dir, die dir gerade einfallen, wie du aus dem Knast fliehen kannst, inklusive der Wäscherei.

Daniel: Also aus allen Filmen und Fernsehgeschichten, die ich gesehen habe, stellen sich mir verschiedene Optionen dar. Die erste ist Tunnel. Tunnelgraben hast du bestimmt gemacht. Die zweite ist, ich weiß gar nicht mehr, welcher Film das ist, wo die sich… wo sich der Typ unters Auto hängt. Oh ja, der hängt sich unters Auto. Dann was gibt es denn noch so schönes… na gut, Wäschekorb. Gut, ja gut, aber die Wäscherei ist ja im Knast, also wird das ja wahrscheinlich ein Zyklus in sich sein.

Philipp: Heißt ja nicht, dass du es nicht ausprobiert hast.

Daniel: Im Wäschekorb Ja, ist auch nicht schlecht. Was gibt es denn noch, was wurde denn noch so gemacht… was hat denn Sylvester Stallone damals gemacht, weiß ich gar nicht.

Philipp: Mehr mit Schwarzenegger meinst du?

Daniel: Ja, mit Schwarzenegger.

Philipp: Oh, das weiß ich nicht mehr. Die waren ja… da stellt sich dann ja Spoiler Alert, die sind ja auf dem Schiff dann.

Daniel: Oh, ich weiß das schon gar nicht mehr. Ich hab das zu lange her bei mir. Escape Plan oder?

Philipp: Und Escape Plan. Und es gibt aber auch noch Lockup mit Sylvester Stallone alleine.

Daniel: Oh, der war mehrmals im Knast. OK, ja. Ja, der da ist er n Automechaniker, aber ich weiß gar nicht mehr wie er da rauskommt.

Philipp: Er hat sich in einen Schraubenschlüssel verwandelt.

Daniel: Na ja, es ist jedenfalls… also der bekannteste Gefängnisausbruchsfilm ist halt Shawshank Redemption, da ist es halt n Tunnel und ansonsten gut ist halt… ist halt auch n Tunnel. Ja und dann und dann schwimmen… es gibt es ja noch Hubschrauber.

Philipp: Aber ist n bisschen zu früh, ja, klettern, über den Zaun klettern vielleicht. Also ich, ich hab dich einfach jetzt mal so n paar Ideen reinwerfen lassen, weil es stand in den Quellen. Du versuchst mehrere Male auszubrechen.

Daniel: Verstehe. Deswegen dachte ich mir, seien wir heute mal kreativ. Dann wie… wie ist das Spiel mit der Toilette zu zweit?

Philipp: Das Spiel mit der Toilette zu zweit.

Daniel: Ich weiß nicht, ob ich dieses Spiel schon mal gespielt habe und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht will. Nein, ich meine das Spiel, wo man ausbricht zu zweit aus dem Knast. Was man nur zusammenbringen kann.

Philipp: Ach so, ich seh das Cover vor mir.

Daniel: Ich auch mit dem Nasenmann. Mit dem Nasenmann ja, der Nasenmann ist da dabei. Warte mal. Nicht “It Takes Two”… davor war… Nee, es ist genau das davor. Warte mal. Ich hab hier… ich ich hab doch meine AI Popfen. A Way Out.

Philipp: A Way Out. Jawohl, dann mit dem Nasenmann.

Daniel: A Way Out mit dem Nasenmann? Ganz genau, ja. A Way Out starring Nasenmann unter anderem. Ich hab ihn hier gerade, es ist wirklich, er ist wirklich… es ist schon der nasigste Nasenmann, der der wirklich war, also viel, viel nasiger hätten sie ihn auch nicht hinkriegt.

Philipp: Wie ist der Adam Brody, der auch so in die Richtung geht? Das ist ja wirklich n amerikanischer Mike Krüger. Aber gut, lassen wir es sein, auch mit der Nase, durch die… Oh Gott, die haben vergessen die kompletten… sehr gut, großartig. So jedenfalls mit der Nase durch die Gefängnismauer kommst du auch nicht durch.

Daniel: Ich könnte mich aus dem Gefängnis rausriechen, ich inhaliere einfach den Kalkstein, jeden Tag ein bisschen an die Mauer schnüffeln und irgendwann mal irgendwas ein Loch. Und dann da aus dem Hosenbein wieder raus oder aus dem Nasenbein, je nachdem schön, großartig.

Philipp: Ja, es klappt auf jeden Fall nicht. Du versuchst zu fliehen, es klappt nicht, es klappt nicht, es klappt nicht und du hast auch einfach nicht die richtigen Kontakte umzufliehen, weil du… also allein ein Mann allein schafft es nicht unbedingt aus dem Knast zu fliehen, das muss schon… Du musst schon viel Glück haben, aber meistens brauchst ja Kontakte, du brauchst Leute, die draußen sind, du brauchst Leute, die drin sind, die dir helfen, vielleicht Werkzeug schmuggeln, irgendwelche Waffen bauen, wie auch immer, so viele Möglichkeiten. Das weißt du aber alles nicht, weil es ist dein erstes Mal im Knast.

Daniel: Ja, aber ich muss n Komplott schmieden, ja.

Philipp: Nicht so, wie die Leute, in der Gefängnisküche. Die müssen n Kompott schmieden.

Daniel: Ja, aber ich muss n Komplott schmieden. Jawohl, ist mir schon wichtig, ich brauch meine Verbündeten, ich brauche irgendwelche Leute die mir was besorgen können, das ist ja auch wichtig und dann heißt es aber Juchaisa auf geht es.

Philipp: Und das ist auch dein Plan, so n bisschen, aber vorher musst du wie gesagt dich irgendwie so n bisschen… ja ich würd sagen ausbilden lassen in Gefängnisdingen, damit du überhaupt…

Daniel: Verständnisdingen.

Philipp: Ja, wieso n Gefängnis funktioniert für dich? Also als Gefangener, wie du halt weiterkommst.

Daniel: Das heißt, ich hab Seifendienst oder wie?

Philipp: Nee, zum Glück nicht, aber es ist schon so. N bisschen Shawshank Redemption bestimmt tatsächlich, wo du es gesagt hast, weil du hast… Du findest einen Mentor, den Harry.

Daniel: Harry.

Philipp: Und Harry… Harry ist ein richtiger Gangster, also der hat, der ist viel zu krass fürs Gefängnis, der ist so n richtiger Gangster, der hat Leute umgelegt, der hat Banken ausgeraubt, also alles was man so macht. Ein Fuck.

Daniel: Ein Fuck genau.

Philipp: Und das Gefängnis merkt auch irgendwann, dass sich so Leute um diesen Harry versammeln und die sagen ja, der ist zu krass für uns, wir schicken ihn einfach mal nach Michigan City, das ist das Gefängnis mit höheren Sicherheitsstandards in der Nähe. Und die schicken ihn weg. Und dadurch, dass es ja der Mentor war, dein Lehrer, dein… also jemand, zu dem du aufsiehst, beantragst du kurzerhand später quasi eine Versetzung nach Michigan City in das krassere Gefängnis.

Daniel: Um angeblich dort dem Baseballteam beitreten zu können? Ich meine gut, also dass ich es überhaupt hinbekomme, so einen Vorwand zu inszenieren, ist ja schon mal bemerkenswert nach all dem Quatsch.

Philipp: Ja, du hast, ich sag mal so, du hast im Knast auch Baseball gespielt, schon du warst gar nicht schlecht, aber du sagst, Hey die in Michigan City sind besser, das sind einfach bessere Spieler, ich möchte da auf einem höheren Level spielen und das wird 1929 genehmigt und du wirst versetzt und du kommst da an und da ist Harry und da sind noch paar andere Insassen, die zusammen mit dir zu Harrys neuer Gang werden. Eine Gang im Knast. Knastgang. Du lernst dann den Charles Markley kennen, den John Hamilton und den Homer Van Meter.

Daniel: Homer Van Meter… ja, ja, ja, ja, ja. Die Simpsons haben Facebook übernommen. Homer Van Meter.

Philipp: Wieder Zentimeter.

Daniel: Also no westley. Homer Van Meter. Also entweder ist er ganz groß oder ganz klein, denk ich mir.

Philipp: Genau. Entweder ist er einen Meter groß. Oder er ist 2 Meter groß. Ja oder hat n Meter.

Daniel: Ja, also dann wäre allerdings im Knast die Lage klar. Aber ich glaube, dann wär er der Kopf der Gang. Aber Harry ist der Kopf. Ja dann klar ist glaub ich allerdings auch oder die Spitze.

Philipp: Harry ist der Kopf und Homer ist der Knüppel.

Daniel: Und das Gehirn gleichzeitig. Aber da möchte ich nicht die rechte Hand sein. Nee, nee.

Philipp: Wirklich? Nicht nee, kein Bedarf. Du willst auch nicht der Arsch sein, das willst du auch nicht sein.

Daniel: Nee, kein Interesse.

Philipp: Egal, auf jeden Fall. Ihr seid eine Gang und ihr gründet etwas. Also ihr gründet nicht nur diese Gang, sondern ihr gründet etwas wie eine… ich würd es eine Bankraub AG nennen.

Daniel: Ne Bankraub AG, ne Bankraub AG in der großen Pause.

Philipp: In der großen Pause in der Wäscherei trefft ihr euch tatsächlich mit, also untereinander, dann mit anderen Insassen, die schon mal am Bankräuben beteiligt waren. Das ist so n fleißiger Austausch über Sprengkraft von verschiedenen Chemikalien.

Daniel: Tresorstandards, Strategien, Reaktionszeiten der Polizei, Einschüchterungsmethoden.

Philipp: Das ist so n einfach good Time, das macht ihr halt und dadurch, dass du Mitglied im Baseballteam bist, kannst du Informationen zwischen Zellblöcken weitergeben, weil du triffst ja auch andere Leute, die Leute in deinem Zellenblock quasi eigentlich nicht treffen würden und somit kannst du so n bisschen den Mittler spielen.

Daniel: Verstehe.

Philipp: Und dieses Ding blüht auf, also die Leute haben alle Bock, also wirklich komplett Insassen, die treffen sich in der Wäscherei, zumindest die aus dem Block, und das ist ständig, also wirklich da ist Action.

Daniel: Bisschen so Fight Club mäßig.

Philipp: Ja, nur halt mit Gedächtnis, wobei eigentlich ja, es ist sogar n bisschen Fight Club mäßig, weil die stellen sich ja vieles vor, die reden, stellen sich vieles vor. Es beruht alleine auf Fantasie und sie dürfen alle nicht drüber reden.

Daniel: Ja, das stimmt, rede nicht über die Bankraub AG.

Philipp: Rede nicht über die Bank… erzählst du mir gerade die Origin Story der Panzerknacker? Eigentlich erst kommen wir Mooseville, dann geh mich mit meinen Knastbrüdern und mach irgendwie… erzähl mir was also und wir treffen uns da jeden Tag in der Wäscherei machen wir so Brucholingo Streak aufrechterhalten.

Daniel: Genau, ihr redet einfach, ihr besprecht vieles und es läuft rund.

Philipp: Also ich meine ganz ehrlich, wenn du im Knast bist, was sollst du sonst machen? Du… also ich hab da auch schon andere Geschichten gehört von Leuten, die da sich belesen haben und alles. Also es ist nicht notwendig in der Wäscherei zu chillen wie Aral Tankstelle.

Daniel: Ja, es hat euch aber gut getan und dann erreicht dich am 10. Mai 1933 – sind wir schon – es erreicht dich die Nachricht, dass du entlassen werden sollst, und zwar vorzeitig.

Philipp: Aus der Wäscherei oder aus dem Gefängnis?

Daniel: Nee, aus dem Gefängnis, aus dem Knast.

Philipp: Oh, das ist ja sehr gut.

Daniel: Dein Vater hat ne Petition gestartet, die ganz, ganz viele Leute unterschrieben haben und du hast ne Gefängnisfreikarte gekriegt.

Philipp: Geil, krieg ich auch frei parken?

Daniel: Dazu kommen wir noch zu parken. Jedenfalls deine AG erfährt das und du bekommst kurzerhand so ne Liste von Kontakten, Safe Houses und Banken die bereit sind ausgeraubt zu werden.

Philipp: Das wissen die auch total genau, weil die ja seit Jahren im Knast sitzen. Da sind sie ja immer auf dem aktuellsten Stand.

Daniel: Es rotiert ja, es kommen hier immer neue Leute rein. Ich mein, das ist so n bisschen dieses Meme mit dem Flugzeug mit den roten Treffern, weißt du so von wegen ja, diese Bank, die funktioniert gut.

Philipp: Aber wenn sie gut funktionieren würde, wären wir alle nicht hier.

Daniel: Genau, ja. Jedenfalls ihr macht einen Deal, und zwar sobald du draußen bist, sollst du so viele Banken wie möglich überfallen. Waffen, Autos und Ausbruchswerkzeug organisieren, um den Rest der Truppe rauszuholen.

Philipp: Und du sagst alles klar. Natürlich. Natürlich, dass das so… so n Gefängnis, das sicherste Gefängnis irgendwie da Michigan City, gar kein Problem, da gehen wir mal rein und dann holen wir die Leute raus, dann gehen wir wieder raus.

Daniel: Easy, das ist der Plan. Und vor allem Pass auf. Du kommst als 29-Jähriger raus, du gehst durch die Straßen, du siehst, was die Weltwirtschaftskrise mit der Gesellschaft gemacht hat, du bist Deserteur, du bist vorbestraft, du brauchst es auf dem Arbeitsmarkt gar nicht erst versuchen.

Philipp: Du magst überhaupt nicht arbeiten, ich meine, wo sind wir denn hier? Wozu auch? Ich hab noch meine Wäscherei Buddies.

Daniel: Du hast deine Wäscherei Buddies und du sagst ich hol sie raus und zwar kurz vor deinem 30. Geburtstag geht es los. Du organisierst einen Ford V8.

Philipp: Natürlich.

Daniel: Du fährst mit dem Wagen nach New Carlisle… ich weiß nicht, wie diese Stadt ausgesprochen wird.

Philipp: Ich hab nur Städte, die ich nicht aussprechen kann.

Daniel: Du parkst vor der dortigen National Bank, du steigst aus und du gehst rein und dabei siehst du gut aus, weil du trägst n Anzug, du trägst n Hut, du trägst ne Aktentasche und du gehst an Schalter, du begrüßt die Leute dort, du wirst begrüßt, du holst eine $20 Note raus, wahrscheinlich ne gefälschte, weil ich weiß nicht wo du sie herhaben solltest. Und möchtest du Sie wechseln und der Mitarbeiter nimmt sie entgegen und dreht sich um und in dem Moment ziehst du eine Pistole, springst über den Tresen und bedrohst die Mitarbeiter mit der Knarre.

Philipp: Wäre das überhaupt nötig gewesen? Also hätt ich mich einfach so da reinmarschieren können.

Daniel: Ich sag mal so, es ist schon wichtig was du getan hast.

Philipp: OK, aber dazu kommen wir gleich noch. Vielleicht haben es die gemacht, die mir diese Bank empfohlen haben und deswegen hab ich es nicht gewusst.

Daniel: Vielleicht, denkbar, vielleicht. Jedenfalls, die Mitarbeiter sind nachvollziehbarerweise eingeschüchtert und sie machen alles, was du von denen verlangst. Also bittest du sie höflichst tatsächlich den Tresor zu öffnen und das Geld in deine Tasche zu packen. Und als sie das erledigt haben, bittest du die in den Tresor reinzugehen und dann schließt du von außen ab und verlässt ganz entspannt die Bank, ohne Alarm, ohne Aufruhr. Du stolperst da einfach raus.

Philipp: Ja, heutzutage muss man sich durch irgendwelche Wände bohren. Damals ist man reingegangen, hat Hallo gesagt und ging wieder raus.

Daniel: Ja, alles sehr human und Gentleman like.

Philipp: Ja, doch, das ist… das passt nicht zu meiner bisherigen Karriere. Aber ich bin sehr zufrieden, dass es sich in diese Richtung entwickelt.

Daniel: Es scheint ja auch erfolgreicher zu laufen. Vor allem du warst ja auch scheinbar bereit, im Knast das zu lernen. Also nicht nur lesen.

Philipp: Scheinbar.

Daniel: Bank AG, Bankraub AG. Dann gehst du zurück in dein Versteck. Du inspizierst die Beute und stellst fest: $10.000. Heutzutage ungefähr 210.000. Das ist viel.

Philipp: Du bist überrascht, wieviel das war und vor allem wie einfach das war.

Daniel: Das war sehr einfach, das stimmt. Also denkst du dir, mach ich halt noch mal und das machst du auch, denn du überfällst über den Sommer hinweg mehrere Banken und die Presse spricht sehr schnell von dem Gentleman Gangster und auch Jackrabbit.

Philipp: Jackrabbit weil du rüberhüpfst.

Daniel: Und Gentleman Gangster, weil du eben niemals das Geld der Kunden nimmst, immer nett bist und immer sagst, hier bei der Bank so ne ihr Leute, ihr geht jetzt entspannt nach Hause, ich klau das Geld von der Bank, oh ihr habt irgendwelche Schuldscheine wo ihr irgendwas einzahlen müsst. Die zerreiß ich einfach alles gut, ihr habt keine Schulden mehr bei der Bank. Nicht so ne Show ziehst du ab.

Philipp: Nicht schlecht ja, also quasi amerikanischer Robin Hood.

Daniel: Auch das, du wirst tatsächlich Robin Hood genannt, zum Teil.

Philipp: Und das ist ja gerade, also Rate Depression, die Zeit, weißt du. Ich gebe zwar nichts den Armen, sondern ich nehme von den Reichen und gebe mir, aber gut, das muss ja reichen.

Daniel: Ich sag mal so, zu der Zeit waren Banken eh verpönt, keiner wollte mit den Banken eigentlich was zu tun haben, man war nur zwangsweise mit denen irgendwie, weil die hatten dein Geld, ne.

Philipp: Das ist klar, hatten. Betonung liegt auf Hatten. Ja, ich meine gut, am Ende des Tages muss die Bank wahrscheinlich dir trotzdem – also jetzt nicht dir Johnny, sondern dem 08/15 Zivilisten – muss das Geld trotzdem irgendwie geben.

Daniel: Ja, nee, ich meine im Kontext Wirtschaftskrise.

Philipp: Ja, ja, ja, das stimmt auch wieder.

Daniel: Egal, du sammelst Geld, denn du hast einen Plan oder zumindest du hast die Idee eines Plans.

Philipp: Ich hab doch jetzt, ich muss doch Kohle erinnern jetzt, ich muss doch gar nichts mehr.

Daniel: Du bist reich, aber du bist loyal und im Endeffekt diese Bankraube haben ja nur geklappt, weil deine Bankraub AG dir das beigebracht hat.

Philipp: Verstehe.

Daniel: Also du möchtest dein Versprechen einlösen. Du hast ja jetzt die Kohle und du organisierst Pistolen und dann gehen die Geschichten auseinander. Es gibt mehrere Quellen, die einen sagen, du versteckst Pistolen in Garnkisten, in Garnkisten Garn, in Garnkisten, du lässt die in den Knast reinschmuggeln und Harry, der in der Hemdenfabrik arbeitet, der holt die dann raus, oder zumindest ist der Plan. Die andere Geschichte, die erzählt wird, ist, dass du diese Pistolen wasserdicht verpackst. Keine Ahnung, so Zipper Tüten und Du schmeißt die über Gefängnismauer und da war so n Wasserbecken an der Ecke von der Mauer und dort landen die Pistolen nachts im Wasser und morgens wenn die Leute da ihre Runde drehen, keine Ahnung irgendwelche die Putzdienst haben, die fischen die Waffen aus dem Wasser.

Philipp: OK, sie kommen aber auf jeden Fall irgendwie rein. Also ich muss nicht ne Feile in den Kuchen einbacken oder so was.

Daniel: Also du bist quasi also dein Plan ist wirklich Pistolen reinkriegen und den Rest regeln die selbst und eine von den beiden Sachen funktioniert sogar. Beide ziehst du durch und im Anschluss fährst du zu deiner neuen Freundin, die du vor kurzem kennengelernt hast und am nächsten Morgen bist du verhaftet.

Philipp: Oh ja. Das ging jetzt aber einfach.

Daniel: Ja, das ging jetzt aber, also das…

Philipp: Also darauf war ich jetzt, aber darauf war ich jetzt aber nicht vorbereitet. Lag es an der Gefängnisgeschichte oder lag es an der Bankraubgeschichte?

Daniel: Kann ich dir nicht sagen.

Philipp: Oh OK, kann ich dir nicht sagen.

Daniel: Du wirst verhaftet, das hab ich tatsächlich nicht gefunden, den Grund. Ich tippe aber mal, dass die vielleicht irgendwie gemeinsame Sache mit der Polizei gemacht hat oder sowas.

Philipp: Vielleicht bin ich auch gejoyrided.

Daniel: Zu viel Joy, zu wenig Ride oder andersrum.

Philipp: Oh, viel Ride, wenig Joy, das stell ich mir ganz unangenehm vor.

Daniel: Das war wahrscheinlich der Grund. Jedenfalls kommst du in ein Gefängnis, und zwar in Lima.

Philipp: In Lima aber, in Lima, in den Vereinigten Staaten.

Daniel: Ja, ja, ja, du wirst nicht ins Ausland verschickt.

Philipp: Kurz, kurz Sorge gehabt, dass die mich irgendwo… heutzutage würden sie das tun.

Daniel: Egal, gehst du morgens zur Arbeit, plötzlich kommt einer und sagt, hier ist der Rucksack, da ist der schwarze Van, herzlich Willkommen in Salvador. Nee, es ist Lima in den USA. Du verbringst da ungefähr 2 Wochen, du sitzt in der Zelle morgens. Machst da halt was man so in der Zelle macht.

Philipp: Also sitzen und warten.

Daniel: Und du hörst einen Schuss.

Philipp: OK, Na ja gut, meine Kumpels haben ja Waffen. Harry steht vor der Tür. Harry.

Daniel: Na guck mal, ich hab es nicht geschafft ihn rauszuholen, aber er hat es offenbar geschafft, sich selber rauszuholen und jetzt mich rauszuholen.

Philipp: Jawohl, fantastisch. Also hat eine… hat eine Loyalität, also die sucht ihresgleichen. Das ist ja wirklich klasse. Harry ist mein Mann.

Daniel: Harry ist dein Mann. Harry hat n Schlüssel. Und Harry winkt dich nach draußen und du guckst so und du siehst den Rest der Bande, die über einen toten Sheriff stehen.

Philipp: Soll passieren, soll vorkommen.

Daniel: Ich sag mal so, er hat die gefragt wer sie sind. Sie sagten, sie wollen den guten Johnny abholen wegen eines Bewährungsverstoßes und dann sagt der Sheriff wohl: “Zeigt doch mal eure Ausweise” und dann haben sie ne Volva gezogen.

Philipp: Ja, ist auch n Ausweis, das ist n Ausweis dafür, dass man gefährlich ist.

Daniel: Na ja. Ach, du siehst doch auch nur einmal.

Philipp: Ja, das ist richtig. Dieser Ausweis wird nur einmal gezeigt.

Daniel: Jawohl, und Na ja, du bist jetzt draußen, deine Gang ist draußen, aber dir wird relativ schnell klar, dass man nach euch durchsuchen wird, vor allem weil jetzt n Polizist tot ist. Und Polizistenmörder werden bei der Polizei nicht so gern gesehen, gerade nicht in den USA.

Philipp: Ja, ist klar. Das hat aber auch n großen Vorteil. Weil ihr habt ja nichts mehr zu verlieren. Ja, also wir sind ja eh gesucht, wir werden ja eh gesucht, weil wir sind ja aus dem Gefängnis alle ausgebrochen, das heißt, wir sind ja sowieso, also ist es sowieso egal. Wir begehen eine Straftat nach der anderen, ob da jetzt n Polizist bei stirbt oder nicht, ändert ja nur was am Strafmaß, aber nicht daran, ja ob wir gesucht werden oder nicht.

Daniel: Das stimmt, den Kopf unten halten, das stimmt, aber nach dem Polizistenmord kannst du davon ausgehen, dass die anderen Polizisten erst schießen, dann Fragen stellen und vorher wär das vielleicht noch n bisschen andersrum gewesen.

Philipp: Ja OK, das kann ich nachvollziehen. Also denkt ihr euch alles klar, wir müssen uns jetzt schützen und wir können uns so schützen, wenn wir mehr Waffen haben als die Polizei und bessere Waffen und stärkere Waffen.

Daniel: Also denkt ihr euch ja hundertprozentige Chance über Haufen geschossen zu werden, also müssen wir das ändern, also gehen wir irgendwo hin um aufzurüsten und wo bekommt man dagegen am besten ein Arsenal?

Philipp: Bei der Polizei.

Daniel: Jawohl, überfällt Polizeistationen.

Philipp: Das ist ja so dämlich, das ist ja das Beste, was ich jemals gehört hab, ey, wir haben so Angst vor der Polizei, die bringen uns um, wo gehen wir am besten hin, um uns zu verteidigen, wir gehen zur Polizei, die haben viel Waffen, ja, das ist ne gute Idee, Alter, das ist ja, das ist ja fantastisch. Wie viele mit wie vielen Leuten rechnen wir denn jetzt da so.

Daniel: Also ihr seid 5.

Philipp: Ah, wir sind 5. OK 5. Und ihr seid die 5 Freunde von dem Metermann… nein, ihr seid…

Daniel: Ihr seid 5 Pistoleros.

Philipp: Vielleicht sind wir doch bei dem Panzerknackern dann ne ne waren die 4. Wie viele waren die?

Daniel: Ne, das waren ganz viele. Es waren mehr glaub ich. Die Frage ist wer ist Opa Knack?

Philipp: Opa Knack, das Harry ich ich muss aber so n bisschen an die Daltons denken von hier Lucky Luke.

Daniel: Ja, ein bisschen ja doch. Der ist auch der kleine Mann, das ist Van Meter. Werden die vergrößert? Ihr überfallt also 2 Polizeistationen. Ihr klaut dort Tommy Guns, Springfield Gewehre, automatische Pistolen, Revolver, kugelsichere Westen und 1000 Schuss Munition.

Philipp: Also da haben wir einige, da können wir n Krieg mitführen. Aber wenn wir, wenn wir Tommy Guns klauen, dann frag ich mich, wer soll denn Schwergewichtsweltmeister werden?

Daniel: Ah. Ja, liebe Leute, ich kulturelle Referenzen heute auf einem Höhepunkt, muss man sagen.

Philipp: Auf einem Höhepunkt. Ich hab mein Niveau, mein Niveau, wollt ich dir sagen, ich hab meinen Frieden geschlossen, das weißt du mit 5. Ich hab meinen Frieden noch nicht geschlossen, ich muss ihn noch mal gucken. Vielleicht ohje, na.

Daniel: Ja, Na ja, ihr habt jetzt einen Vorteil der Polizei gegenüber, denn wenn ihr jetzt irgendwas starten würdet, n Bankraub oder ähnliches, dann kommt die Polizei ja erstmal mit ein, 2 Autos. Und die Polizei hat dann mal n Revolver dabei und vielleicht noch Schrotflinte. Und wie gesagt, Springfield Gewehre. Damit könnt ihr n Scharfschützengewehr quasi bauen, wenn man Scope drauf packt, also man kann sehr viel machen.

Philipp: Wir sind also gut vorbereitet, egal was wir tun wollen.

Daniel: Ihr seid bestens vorbereitet, also am 23. Oktober seid ihr in Greencastle. Dort gibt es eine Bank. Und ihr erbeutet dort $75.000 damalige Dollar.

Philipp: Übel, das ist ja, das wäre ja über ne Million.

Daniel: Da ihr seid ey, ihr seid ohne Scheiß, ihr seid direkt reich und in der Öffentlichkeit werdet ihr gefeiert, weil der Gentleman Gangster war wieder da. Ah ihr habt, ihr habt niemanden irgendwie wehgetan, ihr habt alle Gäste quasi die die Bankkunden alle weggeschickt habt gesagt: “Auf Wiedersehen Mädels geht nach Hause, wir regeln das hier. Wir klauen nicht euer Geld, wir klauen das Geld der Bank.”

Philipp: Ich mein, das ist ne schöne Ausrede, wenn mein Geld bei der Bank liegt, aber…

Daniel: Ja, ist total gut. Ist mega jedenfalls. Ihr werdet gefeiert und einen Monat später gibt es noch einen Überfall, diesmal in Racine und dort wart ihr nicht so ganz Gentleman like unterwegs, weil in dem Moment als ihr reinkommt, zieht ihr wieder diesen Jackrabbit Jump über die Theke ab und bedroht die Mitarbeiter, aber einer schafft es, den stillen Alarm auszulösen, was dazu führte, dass die Polizei quasi innerhalb von wenigen Sekunden da war. Und kaum seid ihr im Tresor, um das Geld zu holen, ist die ganze Bank schon umstellt.

Philipp: Das ist jetzt Scheiße. Also das ist ziemlich Scheiße.

Daniel: Wir versuchen wir mal was anderes.

Philipp: Wir schießen uns den Weg raus. Noch ne popkulturelle Referenz übrigens.

Daniel: Das ist tatsächlich sehr gut. Tatsächlich, ihr holt das Geld aus dem Tresor, was auch noch mau ist, weil ihr nur 25.000 diesmal rausholen konntet oder irgendwas zwischen 25-28k. Und in dem Moment, wo ihr rauskommt, stürmen 2 Polizisten die Bank.

Philipp: 2. Na ja, gut, OK.

Daniel: Ja, erstmal 2 und ihr seid natürlich überrascht und einer von euren Leuten schießt los und der Polizist fällt zu Boden. Er lässt seine Tommy Gun fallen, die ihr natürlich wieder einsackt.

Philipp: Ja sicher, je mehr desto besser ne.

Daniel: Und ihr denkt euch ja, OK, wie machen wir das denn jetzt, wie kommen wir eigentlich hier raus? Aber es gibt ja noch diesen zweiten Polizisten, den habt ihr bedroht, so dass er die Waffe erst mal weggelegt hat und ihr habt ihn als Geisel genommen und dann habt ihr alle Leute in dieser Bank waren auch als Geisel genommen und habt gesagt Operation menschliches Schild.

Philipp: Ja, das ist ja etwas, was es in der Vergangenheit dann relativ häufig gab, glaub ich ne, dass man gesagt hat, so Pass auf, wir steigen jetzt in unser Auto. Und wenn ihr wollt, dass die Leute das überleben, dann macht ihr einfach gar nichts. Weil wenn ihr schießt, dann erschießt ihr ja die.

Daniel: Genau das ist euer Plan. Ihr macht das aber wirklich wie… als ob weiß ich nicht… Gronkh auf der Gamescom rumläuft, so n Schwarm aus Menschen. Ein Schwarm aus Menschen um euch herum. Ihr geht raus, quasi aus der Bank heraus, mit den ganzen Leuten um euch herum, und ihr sagt den Leuten sogar, wenn ihr ins Auto gestiegen seid, sollen die auf diesen Trittbrettern stehen, sich vorne hinsetzen und hinten hinsetzen, sodass ihr dauerhaft n Schutzschild habt und dann seid ihr mit Vollgas aus der Bank beziehungsweise mit dem Auto weg und irgendwann mal seid ihr kurz stehen geblieben, ihr habt die Leute runtergeschubst und seid weitergefahren.

Philipp: Also hat funktioniert.

Daniel: Ist aufgegangen der Plan?

Philipp: Ja, es war kein Plan. Es war eher so ne Spontanreaktion um irgendwie noch den ganzen Scheiß zu retten, aber es hat funktioniert.

Daniel: Dann habt ihr es euch übers Neujahr gemütlich gemacht, heute vor 92 Jahren am 15. Januar 1934.

Philipp: Ach guck mal.

Daniel: Also heute zum Zeitpunkt der Aufnahme ging es weiter und dieses Mal seid ihr in eine Bank in East Chicago, welches nicht zu Chicago gehört und welches auch nicht in Illinois ist, sondern in Indiana. Dort wollt ihr eine Bank überfallen und auch da reagiert die Polizei verdammt schnell und sie stürmen die Bank viel schneller als noch davor und einer der Polizisten eröffnet das Feuer und zwar auf dich. Das ist schlecht. Er trifft dich, das ist noch schlechter. Aber du hast ne kugelsichere Weste.

Philipp: Da hab ich vorausgedacht.

Daniel: Du hast vorausgedacht und dann hast du reagiert. Du drehst dich um. Ziehst deine Tommy Gun und schießt den Polizisten 8 Kugeln in den Körper rein, welche er nicht überlebt.

Philipp: Das wundert mich gar nicht. Bei 8 Kugeln aus einer Tommy Gun, da kann schon mal was passieren.

Daniel: Es gibt ne Schießerei, da wird keiner mehr verletzt soweit ich weiß, aber ihr seid auf der Flucht und ihr schafft es wegzukommen. Aber es wird immer… also die Luft wird dünner.

Philipp: Die Luft wird dünner, es wird immer enger. Es wird vor allem immer alles hektischer.

Daniel: Ihr denkt euch ja alles klar, boah, nee, Pause. Wir haben jetzt Kohle, wir gehen nach Arizona, nach Tucson und dort geht ihr unter falschen Namen in ein Hotel. Dort checkt ihr ein und lasst euch einfach gut gehen. Kann man ja mal machen.

Philipp: Also wir sind ja irgendwie Multimillionäre oder sowas, insofern kann man ganz locker die Seele und alles weitere baumeln lassen.

Daniel: Ihr wolltet baumeln lassen, ihr habt vorher noch eure Waffen, euer Geld, alles irgendwie in diese Hotelzimmer…

Philipp: Ja, verscharrt, damit man das halt nicht sieht, damit ihr immer da dran kommt. Aber wahrscheinlich diese Schildchen draufgehangen “bitte heute nicht putzen”.

Daniel: Und ihr habt da ganze 10 Tage gechillt bis das Hotel in Flammen aufgegangen ist.

Philipp: OK, ich kann dir nicht sagen warum, es gab einfach n großes Feuer, ihr wart gerade nicht da und als ihr plötzlich so mitbekommt, dass das Hotel brennt, ihr kommt schnell dahin und ihr denkt euch fuck, wir müssen da rein, unser Geld, unsere Waffen und ihr dürft aber nicht rein, weil die Feuerwehr schon da ist um diesen Brand zu löschen. Aber ihr habt ne Idee und zwar ihr habt dann natürlich immer n bisschen Bargeld dabei und ihr sagt den Feuerwehrmännern “hier, hier hast du n paar Scheine, lasst uns rein, wir müssen unsere Sachen holen” und die Feuerwehrmänner sagen “ja OK alles klar. Wenn ihr, wenn ihr euch selbst in Gefahr bringen wollt, bitte. Alles euer Problem.”

Philipp: Und das wär auch alles gut gegangen. Ihr holt die Kohle raus, ihr holt die Waffen raus, ihr kommt da mit eurem schweren Gepäck quasi raus.

Daniel: Ich find die Idee großartig, dass da so also Schaulustige und 400 Feuerwehrleute und so, und die kommen da raus, so mit 40 Waffen unter den Armen, so riesigen Geldbeuteln. Ich denke so an so Seesäcke. Weißt du so so 3 Stück pro Mann.

Philipp: Seesäcke ist perfekt. Ihr kommt da raus und es ist alles gut gegangen, aber da war ein großes Problem dabei und zwar da sehen sich vielleicht ein paar Leute, die uns zuhören, die andere Podcasts hören, sehen sich vielleicht darin wieder in der Situation, denn unter den Feuerwehrmännern, da war jemand, er war n richtiger Fan, ein richtiger Fan von True Crime und er hat ein Magazin gelesen, eine Zeitschrift und da drin wurdest du und wurd deine Gang schon mal mit Mugshots veröffentlicht und er sagte, Hey, war das nicht der Typ, den ich gestern durchgelassen habe in das brennende Hotel? Oh und er ruft die Polizei.

Daniel: Ja, verstehe, das ist natürlich blöd, wenn man so auch doof ist.

Philipp: Das ja gut, wo sollen die hin? Weil das Hotel ist ja abgebrannt, da sind wir ja nicht mehr.

Daniel: Das Hotel ist abgebrannt, aber ihr habt Spuren hinterlassen. Man hat euch erkannt, immer wieder, man konnte eine Spur folgen, so man hat befragt die Leute so ihr habt diesen und diesen gesehen, alle sagten ja die sind in diese Richtung und ihr habt wohl die unmittelbare Nähe gesucht zu dieser Stadt.

Philipp: Weil ihr habt euch da sicher gefühlt ne, weil so nur weil es gebrannt hat, heißt ja jetzt nicht, dass ihr eure ganzen Sachen abgeben hättet müssen.

Daniel: Ne das stimmt und die Polizei von Tucson hat euch erwischt, es war ziemlich schnell und ohne einen Schuss abzugeben, die haben euch einfach so auf dem kalten Fuß erwischt, ihr seid überhaupt nicht vorbereitet und ihr wandert quasi noch am selben Tag ins Gefängnis.

Philipp: Das ist ja nun auch schon das dritte Mal. Jetzt ne. Ist unangenehm.

Daniel: Es ist unangenehm, vor allem weil du wegen Polizistenmord verklagt wirst.

Philipp: Oh stimmt, da war ja was, das stimmt ja auch.

Daniel: Alle Zeugen sagen ja, du warst das. Johnny war das.

Philipp: Stimmt ja auch, ja, ist korrekt völlig völlig korrekte Aussage, dass du jetzt auch schuldig plädierst oder nicht eh nichts mehr. Es hilft auch nichts mehr.

Daniel: Nee, da könnte… ist das schon so Kategorie Todesstrafe oder geht man da nur lebenslänglich für rein?

Philipp: Werden wir nie erfahren, weil du gehst am 30. Januar in das Crown Point Gefängnis in Indiana, welches ausbruchssicher ist und zwar 32 Tage lang.

Daniel: Bis du ausgebrochen bist.

Philipp: Ah, natürlich ist ja klar. Du bist rausspaziert ganz entspannt, denn du hast offen gelassen. Nee. Du hast den Wachen am 3. März 34 hast du den Wachen eine Waffe vor die Nase gehalten.

Daniel: Oh wo die Waffe herkam, weiß man nicht.

Philipp: Heutzutage geht man davon aus, dass es mit Schuhcreme bedeckte Seife war, die du zurecht quasi gekratzt hast. OK, du hast quasi eine… eine… Ja, eine Waffe geschnitzt.

Daniel: Nicht übel, nicht übel. Und die Waffen haben dich ja vergehen lassen. Das ist auch ne super Sache.

Philipp: Ja OK, dann geh ich jetzt… ja dann geh halt. Dann geh halt. Wir sind nur im Gefängnis und… Dann denkst du dir so, ja, aber gehen ist Scheiße, da steht so n geiler V8.

Daniel: Geil. Ford V8 direkt rein da joyride.

Philipp: Also das war nicht nur n V8, das war ein Streifenwagen quasi.

Daniel: Ah OK. Also ich weiß nicht, ob die schon wiu-wiu gemacht haben damals, aber das war halt n Polizistenfahrzeug, war schon geiler.

Philipp: Und du denkst dir so ach ja, ich fahr ja in ist Chicago, was eigentlich mit nur Chicago.

Daniel: Ich bin nur Chicago, ja. Ja, nur Chicago ist ja auch Kriminalitäts-Hotspot glaub ich in dieser Zeit.

Philipp: Ja, also ich glaube, Chicago ist immer Kriminalitäts-Hotspot. Aber zu dieser Zeit… Jedenfalls du steigst in diesem V8, fährst fröhlich nach Chicago und das Ding ist bisher hattest du Glück, weil du jeweils immer Straftaten in den jeweiligen Staaten begangen hast, hauptsächlich Indiana, jetzt halt in Arizona, wobei du keine Straftat – also in brennendes Gebäude reinrennen ist jetzt keine große Straftat – hauptsächlich warst du in Indiana unterwegs und da hat sich der Staat Indiana um dich gekümmert und hat versucht dich zu fangen. Das Problem ist aber, dein Joyride war von Indiana nach Illinois und somit hast du quasi ein Fahrzeug von einem Staat in den anderen gebracht oder geklaut und gejoyrided und das bedeutet die Staaten sind nicht mehr zuständig. Sondern der Bund. Und das Bund ist zuständig. Das bedeutet, gibt es damals schon das FBI?

Daniel: Nein, damals gibt es die Division of Investigations, geleitet von J. Edgar Hoover, der später, wie du schon richtig erkannt hast, Präsident wird vom FBI selbst. Er saß nämlich schon auf heißen Kohlen und der wollte dich schon die ganze Zeit jagen.

Philipp: Der hatte aber keinen Anlass. Also Anlass hat er schon, aber der ne, der hatte, der brauchte nur dieses gewisse Etwas, so “mach doch mal”.

Daniel: Mach doch mal was Kleines. Mach doch mal was irgendwas Dummes, damit er dich jagen kann und du hast es getan, der konnte es aber bis zum Grenzübertritt wie gesagt nicht machen und er hatte auch noch mit Bonnie und Clyde zu tun.

Philipp: Ach, die waren auch noch gleichzeitig.

Daniel: Im also 33-34 war die Hochzeit, die Hochzeit, vielleicht auch von Bonnie und Clyde und die hatten auch Raubüberfälle begangen. Die haben sich aber auch nicht nur auf Banken konzentriert, sondern auch Tankstellen und die erschossen auch wahllos Zivilisten.

Philipp: Das haben wir so nicht gemacht, das hast du nicht gemacht.

Daniel: Bonnie und Clyde waren da n bisschen krasser, was sie aber auch gemacht haben, was so n bisschen parallel zu dir ist. Die sind gerne einen Ford V8 gefahren.

Philipp: Das bedeutet im Umkehrschluss, wer einen Ford V8 fährt, ist ein Verbrecher.

Daniel: Eindeutig, so muss es. Vielleicht war es auch das Auto, das einfach von der Stange jeder hatte. Aber egal, sie fahren einen Ford V8. Das geht so nicht. Lustigerweise keine Anekdote nebenbei. Ich schick dir jetzt kurz n Text und zwar bekam Henry Ford zu dieser Zeit einen Brief, der an die Öffentlichkeit gegangen ist später, und zwar möchte ich, dass du das vorliest, was da steht.

Philipp: “Sehr geehrter Herr, solange ich noch Atem in den Lungen habe, werde ich Ihnen sagen, was für ein tolles Auto sie bauen. Ich bin ausschließlich Fords gefahren, wann immer ich einen ergattern konnte. In Sachen Dauergeschwindigkeit und Zuverlässigkeit hat der Ford jedes andere Auto geschlagen und auch wenn meine Geschäfte nicht streng legal waren, schadet es nichts, Ihnen zu sagen, was für ein feines Auto sie mit dem V8 haben. Ihr ergebener Clyde Champion Barrow.” Man könnte sagen, er ist Fan.

Daniel: Ja, man könnte sagen, er ist Fan. Ja, ja, der V8 scheint ne gewisse Faszination auszuüben auf… auf Gesindel. Kann übrigens auch Gesindel. Gesindel ist schönes Wort wieder. Also das können wir auch auf die Liste packen. Na ja, egal, wir schweifen ab. Das… Die Division of Investigations oder das DOI, das hatte Bock dich zu jagen auf jeden Fall und du bist mittlerweile Staatsfeind Nummer 1, sogar noch krasser als Bonnie und Clyde.

Philipp: Muss man auch erstmal hinkriegen.

Daniel: Muss man auch erstmal hinkriegen. Das Problem ist aber, du hast keine Gang, weil die ganzen Leute die nach dem Feuer ins Gefängnis gewandert sind, die sind alle nicht ausgebrochen, du bist ja der einzige der ausgebrochen ist und du hast dir gedacht, OK, wie komme ich an eine neue Gang, weil du hast gelernt mit der Gang klappt es besser.

Philipp: Na ja, ich könnte ja “wir bringen The Band back together”, ich könnte die ja rausholen.

Daniel: Du hast keine Waffen, du hast gar nichts, du hast nur deine geschnitzte Seifenpistole.

Philipp: Ah, mit geschnitzter Seifenpistole wird das eng. Arbeiten ist keine Option. Also ja wo finde ich denn ne Gang, wo findet man denn ne Gang? Gut ich bin in Chicago, hier ist jeder in der Gang.

Daniel: Das stimmt, aber ich hab was unterschlagen, und zwar bei dem Ausbruch, wo deine letzter Gang ausgebrochen ist. Da ist nicht nur die ausgebrochen, das waren 4-5 Leute, die quasi mit dir die Gang gegründet haben. Da waren aber noch andere Leute von der AG, die sind auch mit ausgebrochen.

Philipp: Verstehe.

Daniel: Und über verschiedene Kontakte gelangst du an diese Leute und du gründest eine neue Gang mit deiner Bankraub AG. Die quasi Bankraub AG 2 “jetzt erst recht”. Und ihr, ihr kommt in Wisconsin unter, im Landhaus, in der Lodge, ja. Oh, oh. Manitowish Waters in wie gesagt Wisconsin. Dort versteckt ihr euch im April 34 aber nicht lange, weil der Besitzer dieser Lodge, der erkennt dich sofort wieder. Und der meldet das der Polizei.

Philipp: Ja schlecht.

Daniel: Und die Polizei meldet es an das DOI. Das DOI schickt die besten Männer die sie haben.

Philipp: Mulder und Scully.

Daniel: Mulder und Scully, Mulder und Scully. Die schleichen sich an nachts, sie schleichen sich an und treten n Stacheldraht, sie wecken die Wachhunde und gelangen durch die falsche Tür in die Lodge.

Philipp: Wie durch die falsche Tür?

Daniel: Es gibt n Hintereingang. Die wollten eigentlich durch den Vordereingang rein.

Philipp: Verstehe.

Daniel: Und dann sehen Sie eine Männergruppe und denken sich, das sind die, da ist die Gang von Johnny und schießen los.

Philipp: Die sind im falschen Haus.

Daniel: Nö, die sind richtig aus, aber die haben einfach 3 Zivilisten angeschossen, einer davon ist gestorben.

Philipp: Natürlich.

Daniel: Ihr kriegt das mit, dass es ne Schießerei gibt und ihr springt durch n Fenster. Rennt über den zugefrorenen See.

Philipp: Oh, Oh, schönes Bild.

Daniel: Und während ihr da rennt… Jetzt müsst ihr also, wo wir bei Bildern bleiben, ne, du siehst quasi alles verschneit, zugefroren es vielleicht prasselt so ein bisschen der Schnee noch runter, ihr rennt und einer dreht sich um von euch, bleibt stehen, holt seine Tommy Gun in der einen Hand raus, holt eine 38er Colt, die modifiziert ist, die auch ein Tommy Gun Griff dran hat und verlängertes Magazin…

Philipp: Und fängt an, im Dual Wielding quasi Akimbo loszuballern über den See hinweg. Nicht schlecht, kommt denn da auch jemand oder ballert er sinnlos rum?

Daniel: Nee, tatsächlich kommen die Agenten, und einer wird tödlich verletzt. Und dann kommt er schnell, springt in euer Auto, wahrscheinlich in V8 geh ich einfach mal von aus und ihr könnt fliehen.

Philipp: Mein lieber Mann, das ist ja filmreif. Gut, man hat es ja auch dreimal verfilmt.

Daniel: Man hat es auch verfilmt. Also ich frage trotzdem mal. Zwischendurch kommen diese Szenen vielleicht bekannt vor.

Philipp: Nee, ich hab nichts davon gesehen.

Daniel: Sehr gut, aber wahrscheinlich unsere Leute, also die Leute, die gerade zuhören, die werden den Film wahrscheinlich kennen, aber wir reden später drüber. Jedenfalls riesen PR Desaster für das DOI und für Hoover, alle wollen seinen Rücktritt, aber er sagt kein Problem das DOI ist tot, wir gründen das FBI, das passiert dann ein Jahr später also aber da ist schon mal in den ersten Schritten das FBI zu gründen, das wird umfirmiert, da wird… Es ist viel Gelaber, mindestens die gleiche Behörde. Dann meldet sich aber die Ford Company noch mal bei der Polizei und das gelangt natürlich wieder an die Presse. Es ist wieder ein Brief für den Henry Ford eingegangen, Oh den darfst du wieder vorlesen.

Philipp: “Hallo alter Kumpel, bin heute um 10:00 Uhr morgens hier angekommen, würde gerne mal vorbeischauen und sie sehen, Sie haben ein wundervolles Auto, fahre es seit 3 Wochen, es ist ein Vergnügen es zu fahren. Ihr Slogan sollte sein: Fahr ein Ford und sieh zu wie die anderen Autos hinter dir zurückfallen. Ich kann jedes andere Auto dazu bringen Fords Staub zu fressen. Bye Bye John Dillinger.” Damit hast du schon mal den Namen genannt von unserem Charakter.

Daniel: Und er sagt mir überhaupt nichts, das ist gut. Er sagt mir nichts.

Philipp: Bei einigen wird er jetzt klingeln. Ich, ich glaube, der wird Dillinger ausgesprochen, aber… Dillinger. Jedenfalls, das ist ein… ein Brief, der veröffentlicht wird. Das ist ne gute PR für Ford, ne absolut beschissene für die Polizei und ich glaube tatsächlich also… heutzutage sagt man, die Schrift hat nicht ganz gepasst. Wahrscheinlich war das n Fake-Brief, den wahrscheinlich sogar Ford selber veröffentlicht hat und geschrieben hat vorher.

Daniel: Das ist natürlich, das ist ne Marketingstrategie. Man sollte alles mitnehmen, was man kann. Darf ich? Darf ich dazu kurz einen Dad Joke machen? Bitte “er fuhr Ford und kam nie wieder”. So bitte weiter im Text jetzt.

Philipp: Sehr schön. Dankeschön. Du hast festgestellt, dass du n bisschen weniger PR gebrauchen könntest.

Daniel: Ja, vielleicht ganz gut.

Philipp: Du kontaktierst einen Arzt aus der Unterwelt. Ein Arzt aus der Unterwelt, Doktor Hades.

Daniel: Doktor Hades mit seinem Assistenten Cerberus.

Philipp: Doktor Hades, ja, ich kontaktiere Doktor Hades.

Daniel: Du kontaktierst Doktor Hades. Der Arzt sagt dir, Pass auf für $5000 kann ich dein Gesicht und deine Fingerabdrücke völlig verändern?

Philipp: Das klingt, das klingt nach einer Side Quest in Red Dead Redemption. Irgendwie ist es so, geh in… geh irgendwo in den Laden, plötzlich gehst du rein, mit kurzen Haaren, gehst raus mit dem Afro oder so, so so, das ist es für mich.

Daniel: Aber du bist bereit, jede Summe zu zahlen. Also du denkst dir so, komm ey, ich werd ständig wiedererkannt, das funktioniert so nicht, ich brauch ein neues Gesicht.

Philipp: Die Variante ist ich schlag dir da so häufig rein, bis man nichts mehr erkennen kann.

Daniel: Hätte man machen können. Du entscheidest dich für diese, sagen wir mal, ich sag mal so es wird ne Wohnung in Chicago quasi bereitgestellt, wird n Tisch ausgelegt, vorbereitet ist alles sowieso n Berliner Tattoostudio irgendwo in n Hinterzimmer von jemanden.

Philipp: Ja, verstehe.

Daniel: Aber du denkst dir, komm, ich zieh das jetzt durch das ich muss das tun und du gehst vorher erstmal schön essen, du gönnst dir n fettes Steak und dann fährst du nach Chicago. Du kommst da an, du kloppst an und da stehen 3 Männer schon mit so einem… Kittel wahrscheinlich weißt du mit ihren Handschuhen.

Philipp: Ja, sicher. Wieso 3 Schlachter.

Daniel: Die bitten dich, dich auf den OP Tisch zu legen, denn die haben eine Narkose vorbereitet. Sie würden dich gerne jetzt bearbeiten und du kriegst so ne Maske ins Gesicht mit so Tüchern und du schläfst ein und die Männer arbeiten an dein Gesicht, sie entfernen deine Muttermale, sie pflanzen dir irgendwelche Sehnen ins Kinn ein, damit das anders geformt ist. Sie straffen deine Haut und Sie verätzen deine Fingerkuppen. Sie merken aber, dass du so n bisschen blau anläufst währenddessen und sie merken, Oh ja, irgendwas stimmt nicht, sie haben dich zu flach hingelegt, das bedeutet, deine Zunge ist nach hinten reingefallen.

Philipp: Ah OK, ich bin da einfach mal locker am ersticken.

Daniel: Du bist kurz vorm Ersticken. Dann ist das Problem noch, dass die Anästhesie dieser Zeit Nebenwirkungen hatte, dass dein Mageninhalt hochgegangen ist und du hast dieses unverdaute Steak im Magen.

Philipp: Es kommt von beiden Seiten. Es kommt von ja oder eben halt nicht.

Daniel: Oder eben nicht. Jedenfalls stirbst du auf diesem Tisch.

Philipp: Toll, hervorragend. Ich habe mein Ziel erreicht.

Daniel: Du hast das Ziel erreicht, du bist tot, bis die dich wiederholen.

Philipp: Ah, guck mal.

Daniel: Sie merken, da stimmt irgendwas nicht. Sie reißen dein Kiefer gewaltsam auf, sie ziehen die Zunge raus, sie stecken Dir n Finger in den Hals, damit du dein Steak rauskotzt irgendwie und beleben dich wieder mit Notbeatmung mit Herzmassage, alles drum und dran und zack, bist du wieder da.

Philipp: Da ist er wieder. Er war tot. Und doch, er kam wieder.

Daniel: Er kam wieder. Du hast zwar währenddessen noch deine Finger in so so Ätzbädern, du hast noch dein Gesicht komplett aufgeschnitten, also ich stell mir vor, die nehmen quasi jetzt noch mal diese Tücher und legen sie direkt noch mal ins Gesicht nach dem “gute Nacht” noch mal n Kissen kurz unter den Kopf gelegt, aber es ist nicht noch mal passiert.

Philipp: Das ist ja ne absolut wilde Situation.

Daniel: Ja, es ist wahrscheinlich ziemlich unangenehm zu sterben, aufzuwachen, wieder einzuschlafen, um wieder aufzuwachen.

Philipp: Ja, doch. So wachst du dann auf und denkst, Moment, ich hab gar was ganz Komisches geträumt, ich hab geträumt, ich wär tot. Petrus war da, kommt das denn hä das ist aber das soll… das passiert aber normalerweise nicht, nee nee, nee, also das müssen sie aber geträumt haben.

Daniel: Bei der Recherche hab ich mir gedacht, hätten die doch sterben lassen können, einfach das Geld nehmen, aber okay. Gott, Oh Gott, oh Gott. Jedenfalls, du bist gestorben, bist wiedergekommen und eigentlich würde ich dir jetzt gerne diese vorher-nachher-Bilder zeigen, damit du mir sagst, wie krass die Veränderungen nach der OP waren. Aber ich habe keine nach der OP gefunden, aber was ich gelesen habe… ich könnte dir doch dieses… du kennst doch dieses Meme “Corporate needs you to find the difference between this picture and this picture. They’re the same picture.”

Philipp: They’re the same picture.

Daniel: Die haben wohl also den Bericht nach sahst du genauso aus wie vorher, nur verbrauchter.

Philipp: Irgendwie hab ich sowas vermutet.

Daniel: Und deine Fingerkuppen haben die Fingerabdrücke wieder danach gewachsen.

Philipp: Super, also hat gar nichts geklappt.

Daniel: Es hat gar nichts geklappt, es hat nichts funktioniert.

Philipp: Aber ich war zwischendurch tot.

Daniel: Immerhin warst zwischendurch tot. Immerhin hast du was Neues.

Philipp: Kann man erzählen. Ich hab ich hab ne neue Story, neue Story, das ist ja auch schon mal was ne, kann ja auch nicht jeder von sich behaupten, ich war mal tot, ne.

Daniel: Könntest du n Knast erzählen beim nächsten Mal.

Philipp: Ja, ich erzähl häufig als Anekdote, ich hab mal 3 Kilo gewogen und das stimmt.

Daniel: Ja, na ja, jedenfalls. Du siehst genauso aus wie vorher, nur kaputter und du denkst jetzt OK, mit dem Gesicht hat es nicht geklappt und den Fingerabdrücken, es hat es nicht geklappt, ich probier es noch mal mit einem anderen Namen.

Philipp: Ja gut, das ist natürlich also, na ja gut, von mir aus.

Daniel: Du bist jetzt Jimmy Lawrence.

Philipp: Das wird niemand herausfinden. Ich heiß jetzt nicht mehr Johnny, sondern Jimmy. Das ist unmöglich herauszufinden. Sie werden mich nie kriegen.

Daniel: Na ja, Johnny hast ja keine Dokumente, du hast ja keine Dokumente, oder?

Philipp: Ja, aber die kennt mich. Also ich bin doch werd doch gesucht als Johnny und dann sind sie nicht der Johnny. Nein ich bin der Jimmy. “Ach so, ja dann, dann können Sie es ja nicht gewesen sein, entschuldigen Sie die Verwechslung.”

Daniel: Also Johnny sah anders aus. Johnny hatte weniger Narben.

Philipp: Der Johnny, der, der sieht doch niemals so verbraucht aus wie ich. Ach ja.

Daniel: Ah. Na ja, du bist auf jeden Fall Jimmy und Du lernst Polly kennen.

Philipp: Wen? Polly? Polly Pocket? Polly will deinen Keks. Wer die will, n Keks.

Daniel: Polly will deinen Keks. Ach, mein Keks. Polly will deinen Keks und du quartierst dich bei Polly ein.

Philipp: Weil ich will, will ignorieren. Keks. Du willst alle Kekse?

Daniel: Absolut. Du denkst dir so, er ist, er ist weg. Es wär gar nicht so schlecht, wenn du schon gesucht wirst, dass du dich quasi bei ihr zu Hause einquartierst und einfach gar nicht mehr rauskillst.

Philipp: Ja doch, könnte ne, könnte ne Idee sein, ja.

Daniel: Polly ist in dem Moment lustigerweise die Exfrau eines Polizisten.

Philipp: Ach Gott.

Daniel: Ist aber kein Problem, weil sie jetzt eine Prostituierte ist.

Philipp: Ach so, dann ist sie also quasi die Exfrau mehrerer Polizisten.

Daniel: Sie ist aber gleichzeitig doch ein Problem, weil ihre Puffmutter, die Anna, die hat dich erkannt, trotz deiner krassen Gesichts-OP.

Philipp: Ja, das ist halt das Problem. Das das ist halt das Problem, wenn dich selbst die Puffmutter verpetzt, ja dann bist du wirklich in einer gesellschaftlichen Schicht angekommen, da ist dann wirklich alles vorbei.

Daniel: Aber die Puffmutter, die hätte gar keinen Grund, dich zu verpetzen. Die hätte keinen Grund. Aber dadurch, dass sie Puffmutter ist, wird sie demnächst abgeschoben nach Rumänien. Und sie denkt sich, und jetzt braucht sie Argumente, um dableiben zu können. “Ich entkomme, ich entkomme der der Abschiebung, indem ich Jimmy aka Johnny verpetze, dass er bei Polly wohnt.”

Philipp: Das ist, das ist alles so bescheuert der der ich werd nicht abgeschoben, weil der Jimmy bei der Polly wohnt. Ja, herzlichen Glückwunsch. Ach Gott, ich mein Ich kann es verstehen, ich hätt es vielleicht genauso gemacht.

Daniel: Ja, pass auf, Anna geht zum DOI. Und sagt Pass auf Jimmy beziehungsweise Johnny, der wohnt bei der bei der Polly und ich bin die ich bin die Anna, ich bin die Puffmutter von Polly und ich kann euch ganz genau sagen… sie sagt noch so er hat jetzt aber in der Gesichts-OP ihr werdet ihn niemals erkennen, ich bin die Einzige die euch sagen kann wie er aussieht.

Philipp: Natürlich.

Daniel: Und Anna arbeitet einen Deal mit dem DOI auf jeden Fall. Das DOI sagt, OK, wir machen mit. Und dann kommt der 22. Juli 1934, du traust dich einmal raus aus deinem Puff.

Philipp: Ja, du gehst mit Polly und mit Anna ins Kino. Na ich mein gut, da ist ja wenigstens dunkel, da erkennt mich ja keiner.

Daniel: Da erkennt dich keiner. Das ist ne Gute, das ist ne gute Sache da. Wer soll dich denn schon erkennen und du schaust dir den Film Manhattan Melodrama an und es gibt eine Sache die dir hätte komisch vorkommen können, du hast dir aber dabei nichts gedacht. Anna hatte ein sehr auffälliges orangenes Kleid an und dieses Kleid war Teil des Deals, denn der Deal lautete: Sobald ihr das Kino verlässt, geht Anna Schritt für Schritt neben dir entlang, damit das DOI nicht sicher sein kann, dass du es bist, weil du ja so ne krasse Gesichts-OP hattest und man hätte dich sonst nicht erkannt.

Philipp: Man hätte dich nie wieder erkennen können. Ja, richtig, das ist vor allem auch geil im Übrigen, das ist, das ist sowas von geil zu sagen, der hatte ne krasse Gesichts-OP, nur ich kann den erkennen, du könntest einfach jeden nehmen und sagen der ist das den du loswerden willst irgendwie der hatte ne krasse Gesichts-OP, den könnt ihr nicht erkennen ich nur ich kann den erkennen und dann nimmst du einfach irgendwie deinen Schwager den du Scheiße findest oder so und dann wird der einfach eingeknallt.

Daniel: Und dazu kommen wir noch so einfach dazu. Das kommen wir tatsächlich noch, aber erstmal um um 22:40 Uhr verlasst ihr das Kino, es fallen Schüsse, du fällst zu Boden und deine Geschichte endet hier dieses Mal tödlich, ohne Auferstehung.

Philipp: Wie das nicht mal nicht mal eingeknastet oder sowas, sondern einfach… einfach erschossen.

Daniel: Die Leute hatten keinen Bock mehr.

Philipp: Da geh mal einmal ins Kino, ey.

Daniel: Das große Problem ist in dem Moment, wo du hinfällst, erkennen dich einfach 1000 Leute so: Oh das ist ja, das ist ja Johnny. Nein Entschuldigung Jimmy, also die Leute versammeln sich um deine Leiche. Und die sagen, Oh, das ist der Johnny, das ist krass, das ist hier der Gentleman Gangster, das ist der Jackrabbit und Sie nehmen Taschentücher und tunken sie in deiner Blutlache, wenn du verblutest.

Philipp: Iih.

Daniel: Andere sammeln Patronenhülsen von der Polizei. Dann wirst du also wird dein Leichnam abgeholt und in Leichenschauhaus gefahren. 20.000 Leute warten da schon.

Philipp: 20.000 Leute. Du großer Gott.

Daniel: Und dein Vater kriegt davon natürlich mit, der hat ja schon mitbekommen, dass Du gesucht wirst und der hat eh schon alles aufgegeben, aber der hat sich gedacht, Scheiße, diese Leute, die sind ja riesen Fans von dem, ich kann ihn jetzt einfach so begraben. Ich kann jetzt endlich einfach jetzt so ne normale Trauerfeier starten und den irgendwie ganz normal n Grab ja kaufen oder bezahlen und dass er da liegt, da werden doch sofort irgendwelche Grabräuber und Trophäenjäger kommen.

Philipp: Könnt ja nicht ganz Unrecht haben.

Daniel: Könnt ja nicht ganz Unrecht haben, deswegen beim Begräbnis werden mehrere Schichten Beton drauf gegossen, ein Metallgitter und Eisenbahnschienen werden drin vergossen.

Philipp: Ha, ha.

Daniel: Insgesamt lasten ja 4 Tonnen Material auf dem Grab ab. Und alles das damit keiner an die Leiche kommt.

Philipp: Das heißt, wenn jemand jemals das Grab ausgraben wollen würde, würde er sie sicher fühlen, als ob er Money Pit arbeitet oder ne Killdozer knacken möchte.

Daniel: Ganz sicher, ganz sicher, ganz sicher ganz sicher, das ist wirklich Money Pit und vielleicht ist ja genau das die Geschichte von Money Pit.

Philipp: Vielleicht. Das war irgend so n alter Wikinger. Ist einfach so. N alter Wichtiger, die haben gesagt, wir sorgen dafür, dass niemand den jemals findet.

Daniel: Und da war die Geschichte eigentlich zu Ende.

Philipp: Eigentlich.

Daniel: Eigentlich. Eine wichtige Sache. Rate mal, wer abgeschoben wurde.

Philipp: Ja, ist doch klar, das ist doch klar. Anna wird zurück nach Rumänien.

Daniel: Rumänien, da wär ich mir aber nicht ganz so sicher.

Philipp: Vielleicht hat sie auf Ihrer auf ihrer Abschiebefahrt noch die rumänische Fußballnationalmannschaft getroffen, die müsste nämlich so ungefähr um die Zeit auch noch irgendwo da rumgeistern.

Daniel: Und. Wie gesagt, die Geschichte geht eigentlich zu Ende, aber wir spulen noch mal vor in das Jahr 2019.

Philipp: Oh, ist aber weit.

Daniel: Einer deiner Neffen, also quasi wahrscheinlich von der vierzehnjährigen Schwester damals 14, die muss sehr alt geworden sein, als er das Kind gekriegt hat, dass der noch heutzutage lebt… Er behauptet, im Kino wurde ein Doppelgänger erschossen.

Philipp: Ja, natürlich.

Daniel: Dieser Doppelgänger hieß Jimmy, das war sein echtes sein, das war sein echter Name. Jimmy Lawrence, das heißt, du wurdest gar nicht erschossen, es war Jimmy und du hast gelebt und bist abgehauen und hast dir n tolles tolles Leben gemacht.

Philipp: Und worauf stützt sich das? Auf seine Behauptung, Ah. OK Quelle “vertrau mir Bruder”.

Daniel: Einfach sowas von einmal. “It came in the dream.” Die Sache ist, er sagt, beweist mir doch das Gegenteil mit n DNA Test.

Philipp: Ja, geht ja nicht. Da müssen wir erst mal 4 Tonnen ausbuddeln.

Daniel: Der History Channel sagt alles klar, Wir organisieren die Kohle.

Philipp: Natürlich. Natürlich. Sie sind bereit. Wo sind die Mythbusters?

Daniel: Sie sie sind bereit, die Sendung zu finanzieren, die Ausgrabung zu finanzieren, volles Kanonenrohr, aber der Friedhof lehnte den Antrag ab, den dein Neffe gestellt hat, und sie sagen: Totenruhe von anderen Gräbern und Sprengstoff, den man bräuchte. Die Menge des Sprengstoff, den man bräuchte, um dieses Grab zu knacken, ist vielleicht unverhältnismäßig. Stell dir mal vor, einfach so irgendwie deine deine Großmutter oder so, liegt daneben und wird einfach immer mit so einem, so einem… weißt du mit so einem so so irgendwie samstags vormittags gehst du auf den Friedhof, willst deine, willst deine Oma besuchen und siehst dann nur in der Ferne, wie irgendwelche Leute vom History Channel da sind mit so einem mit so einem TNT die so runterdrücken und und dann wird einfach deine Oma irgendwo in der in der Welt zerstreut, das will man ja auch nicht?

Philipp: Nee, das möchte man nicht.

Daniel: Und wie gesagt, deswegen sagt das, sagt der Friedhof, Nee, machen wir nicht. Dein Neffe verklagt erst mal den Friedhof. Und das Gesundheitsministerium auch. Warum auch immer.

Philipp: Ja, die sind immer Schuld. Die sind immer schuld.

Daniel: Das Gericht entscheidet aber, dass man keinen Grund hätte, das Grab zu öffnen, denn “Trust Me Bro” ist keine Grundlage für für ne Sprengung eines Grabes auf dem Friedhof.

Philipp: Ach was.

Daniel: Also zieht der Neffe den Antrag wieder zurück. Und ja, da endet die Geschichte jetzt aber wirklich für John Herbert Dillinger und ja, wie gesagt, es gibt 3 Verfilmungen von diesen von dieser Story, ich hab keine davon gesehen, die neuste ist von 2009 mit Johnny Depp “Public Enemies”. Von Michael Mann, hab ich vorher noch nie was von gehört.

Philipp: Hab ich vorher auch noch nie was von gehört, kennt man die anderen beiden Verfilmungen oder ist das aus den Siebzigern, aus den Fünfzigern oder Sechzigern also, es ist nichts wahrscheinlich, eher nicht genau jedenfalls, wie gesagt, das ist das Ende der Geschichte von von Johnny, der Johnny.

Daniel: Der Johnny hat mir viel Freude bereitet, also muss ich ja ganz ehrlich sagen, er hat wirklich tolle, viele tolle Dinge… Also er hat nicht viele tolle Dinge getan, aber er hat viele sehr lustige Dinge getan, also jetzt so in Retrospektive und er hat angenehm wenig Menschen dabei umgebracht. Also tatsächlich wurde er also verklagt wie weinen für den Criminal Record ist das gut. Wie gesagt, der der hat nur auf seiner, sagen wir mal auf auf seiner Strichliste, er hätte sich nur eine einzige Träne unterm Auge heutzutage tätowieren dürfen, weil es ist nur einer quasi von seiner Hand gestorben und das war nur n Reflexschuss, also es war quasi so n so n Konterfallen Kater aktiviert.

Philipp: Ja, aber das Problem ist, du hast gerade gesagt, er hat nur einen auf der Strichliste. Die Strichliste ist ihm am Ende zu Verhängnis geworden, ne also aber da ist da ist ne andere gemeint. Die gute Strichliste, ja. Im im Kino erschossen? Das ist ja gar nicht schön.

Daniel: Nee, das ist ja gar nicht schön, aber gut, so endet es manchmal. Wahrscheinlich endet es für uns auch so, wahrscheinlich auch beim Rauskommen aus dem Aus, aus dem Podcast, aus der Podcast Aufnahme, einfach Goodbye Arrivederci.

Philipp: Ja, aber wir haben uns zumindest nicht so viel zu Schulden kommen lassen. Hoffentlich.

Daniel: Das stimmt, das stimmt, das stimmt, und wir fahren auch keinen Ford, das stimmt, hab ich aber mal. Bin ich schon mal?

Philipp: Nee, ich glaube nicht. Auch nee. Aber kein, aber kein V8. Nee, damit kann ich nicht. Wir haben schon mal ne Hin um Special aus dem Ford aufgenommen. War das n Ford?

Daniel: Das war n Ford. Ach guck mal, das war n Ford. Da ging es glaub ich um Wasserbecken. Kann das sein? Ich weiß nicht mehr, worum es ging. Ich weiß nur, dass wir im Stau standen.

Philipp: Dann ging es um Wasserbecken.

Daniel: Ich bedanke mich für diese tolle Geschichte. Ein grandioser Staffelauftakt glaub ich und es hat mir sehr viel Freude bereitet. Ich, wie gesagt, ich weiß nicht wie der Film war, ich für die Leute, die den Film kannten, wird die Geschichte wahrscheinlich so wie ich es so wie man es kennt halt n bisschen anders ausgehen als im Film oder beziehungsweise manche Nuancen werden anders sein deswegen, deswegen hoffe ich, dass ja das die Leute, die Geschichte schon kennen, vielleicht noch paar neue Gesichtspunkte kennengelernt haben und wie gesagt, ich dachte mir so, es ist ist n nettes Ding für den Staffelauftakt, bisschen Geballer, bisschen Gefängnisausbruch, bisschen Joyride.

Philipp: Ich finde das diese ganze Folge war so n kleiner Joyride oder? Jetpack Joyride Oh, sag ich. Tolles Spiel, Tolles Spiel.

Daniel: Das ist die die 400. Popkulturelle Referenz in dieser Folge.

Philipp: Man muss schon up to date sein, um hier mithalten zu können, befürchte ich ja. Wobei alles, was wir gesagt haben, ist mindestens 15 Jahre alt. Halt auch der Nasenmann aus dem Gefängnisklo, daher der.

Daniel: Der ist besonders gut, besonders gut, ja. Daher sollten wir damit jetzt aufhören. Ja, wie gesagt, ich wünsch euch n tollen Start in das neue Jahr mit dieser Episode und ja ich freu mich schon auf was auch immer du mitbringst, ich hab gehört es geht nach Kanada.

Philipp: Es geht nach Kanada. Du bist ja kein Brillenträger, aber wenn du Brillenträger wärst, würd ich dir sagen, Putz deine Brille gut, wir sehen uns, ich bin gespannt.

Daniel: Bis dahin.

Philipp: Nasige Grüße, Wir riechen uns.

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