Transkript zur Episode: Sie leben
Philipp: Hallo Daniel.
Daniel: Hallo Philipp.
Philipp: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Heldendumm, und heute gehen wir in die Welt des Unbekannten.
Daniel: Oh, wie sehr unbekannt? Ich wollte gerade fragen, wie unbekannt, aber na ja, das kann man ja schlecht beschreiben, wenn es unbekannt ist, ne?
Philipp: Völlig unbekannt. Also zum Zeitpunkt der Aufnahme kann ich dir eines sagen: Es ist ein neuer Rekord aufgestellt worden vor kurzem, für die Menschen, die am weitesten von der Erde entfernt waren.
Daniel: Oh ja.
Philipp: Das stimmt, und wir werden heute nicht über diese Menschen reden, und auch gar nicht so viel über den Weltraum generell, aber er wird eine Rolle spielen bei dem, was wir hier heute besprechen.
Daniel: Ich freu mich.
Philipp: Oh, ich freu mich auch, ich bin sehr gespannt, alles, was hoch hinausgeht, ist normalerweise sehr, sehr gut bei dir. Es geht hoch hinaus, aber wir fangen erst mal klein an, und zwar im Jahr 1910 in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Daniel: Wieso häufig?
Philipp: Jawohl, damals wirst du geboren, und zwar im Städtchen Jefferson in Ohio.
Philipp: Jefferson ist ne sehr kleine Stadt, also bei der letzten Zählung, die ich gefunden habe, hatten sie etwas mehr als 3000 Einwohner.
Daniel: Oh, das ist eigentlich nicht viel los.
Philipp: Ja, also es ist genauso, wie man sich das vorstellt. Wir sind, wie gesagt, in Ohio, wir sind am Eriesee, also direkt bei den Great Lakes, bei den großen Seen, und Cleveland ist um die Ecke, ist jetzt nicht der unmittelbare Speckgürtel von so einer Großstadt, aber es ist schon, sagen wir mal, nicht ganz so weit weg – also nach Cleveland fährst du n paar Minuten, aber jetzt auch nicht exorbitant weit. Aber es ist genauso, wie man sich das vorstellt, ne, du hast da irgendwie so halb geteerte, halb nur geschotterte Feldwege, die dann so an langen Feldern entlangführen, ne, wo ne Oberleitung daneben steht, und dann geht das hunderte Kilometer quasi nur in eine Richtung, wie man sich das so vorstellt in einem klassischen US-amerikanischen Vorort.
Daniel: Ich hab gerade eben nachgeguckt, wie viel Twin Peaks an Einwohnern hat, oder Twin Peaks hatte in der Serie 51.000, und das wurde zerquetscht.
Philipp: Ja, Twin Peaks ist deutlich größer.
Daniel: Wie klein muss dann Jefferson sein?
Philipp: Twin Peaks ist aber auch, meiner Meinung nach, in der Serie zu groß dimensioniert, von der Einwohnerzahl her, weil eigentlich ist das alles viel kleinstädtischer, was da abläuft, aber wir wollen David Lynch nicht auf den Schlips treten in dieser Situation.
Daniel: Ich lese gerade, es wurde korrigiert auf 5100, also da ist n Kommafehler im Internet.
Philipp: Klasse, guck mal an, wie passend, aber tatsächlich, wenn du dir die Twin-Peaks-Melodie so vor Augen führst…
Daniel: Ja, ich glaube, das spielt ja, glaub ich, in Washington.
Philipp: Oben in Washington.
Daniel: Genau.
Philipp: Aber wir sind nicht so bergig. Aber wenn du dir diese Melodie vor Augen führst, oder vor Ohren, und dann überlegst…
Daniel: Ja, ich seh den Wasserfall, ich seh das Sägewerk, das Vögelchen seh ich.
Philipp: Ja, auch das Sägewerk.
Daniel: Ich seh im ersten Moment das Sägewerk und dann das Vögelchen.
Philipp: Absolut, also klassisches Heldendumm-Territorium, wir sind irgendwo im Vorort, irgendwo in den Vereinigten Staaten, wo eigentlich nichts passiert, die meiste Zeit, aber in der Nähe tatsächlich relativ viel passiert, denn in der Nähe sind sowohl Columbus als auch Pittsburgh, und da erinnern wir uns an Roop, der da n paar Bälle geschlagen hat in der Ecke, und in Pittsburgh war auch einiges los, denn da waren auch die beiden unsichtbaren Männer aus unserer Zitronenfolge unterwegs. Quasi einmal über den See wurde Charles geboren, Mister Storchenderby-Erfinder, Joyride – Johnny war auch in Ohio, wir erinnern uns, ist noch nicht so lange her, ist da auch durchgefahren. Und für alle, die vielleicht noch nicht alle Folgen aus der Vergangenheit gehört haben: Wer noch Lust auf Schurken, Schlachten und Sattelsitze hat, der kommt auch auf seine Kosten, denn das längste Autorennen der Welt führte tatsächlich auch hier entlang, und zwar genau 2 Jahre vor deiner Geburt, im Jahr 1908.
Daniel: Tatsächlich, im Jahr 1908, also es ist tatsächlich nicht so lange her, alles und…
Philipp: All das, was ich gerade euch erzählt habe, könnt ihr natürlich auch der großen Heldendumm-Karte entnehmen, die ihr auf unserer Internetseite findet, also entweder unter karte.heldendumm.de oder unten im Footer. Und ja, man muss einfach sagen, bei all den Dingen, die hier in dieser Region passiert sind, in der wir uns heute bewegen: It’s all connected.
Daniel: Es ist alles, es ist alles verbunden, I want to believe.
Philipp: Oh, du bringst mich hier schon auf verschiedene Ideen und in verschiedene Territorien gedanklich.
Daniel: Aber ich bin sehr, sehr gespannt, wo es hingeht.
Philipp: Wir kommen jetzt erstmal zu dir: Du wirst geboren am 12. März 1910 in Jefferson, Ohio, und zwar erhältst du den Namen George Wellington Van Tassel.
Daniel: Jeder George bei uns ist herzlich willkommen, wir haben schon so viele Georges und ähnliche Ausführungen dieses Namens, da weißt du, wo du dann bist, wenn du George heißt.
Philipp: Absolut, wenn ihr Georg oder was Ähnliches heißt – sorry vorab schon – George Van Tassel, also ne Fun-Etymologie: Van Tassel, George Van Tassel bist du, und du wächst auf in einer finanziell ganz ordentlich situierten Mittelklassefamilie in den 1900er-Zehner- und 20er-Jahren. Du bist glücklicherweise jung genug, dass du nicht in den Ersten Weltkrieg musst, weil der schon endet, als du 8 bist, und es läuft für dich wirklich ordentlich. Du gehst nämlich zur High School bis zur 10. Klasse und arbeitest nebenbei an einem kleinen Privatflughafen in der Nähe von Cleveland, wo du auch deinen Flugschein machst, denn das Fliegen interessiert dich sehr.
Daniel: Und das hatten wir auch schon öfter mal, dass wir Leute gehabt haben, die irgendwie in Flughafennähe gelebt haben und lauter Schabernack getrieben haben danach. Ich erinnere mich nur an Brände, Vulkane, die eigentlich nicht mehr gebrannt haben, und Ähnliches.
Philipp: Absolut richtig, der Heldendumm-Protagonist an sich fühlt sich in der Nähe von Vulkanen und Ähnlichem doch dann sehr wohl, muss man sagen, aber du entscheidest dich – und das nimmt der ganzen Theorie jetzt auch schon den Wind komplett aus den Segeln – du entscheidest dich, du möchtest nicht weiter an diesem Flughafen arbeiten, möchtest nicht weiter dort leben, sondern du denkst dir: Junge, warum gehst du nicht zu Onkel Glenn in die Werkstatt? Der gibt dir nämlich ne Festanstellung, wenn du ihn darum bittest.
Daniel: Onkel Glenn, klassisch.
Philipp: Aber Onkel Glenn wohnt nicht in Ohio, sondern Onkel Glenn wohnt in Kalifornien.
Daniel: Ja, dann würde ich sagen, steigen wir in so n Bus und tuckern darüber.
Philipp: Ich glaube tatsächlich, du bist gegreyhoundet nach dort unten, wenn ich das richtig im Kopf habe, und für dich beginnt quasi n neuer Lebensabschnitt im Jahr 1930, in dem wir uns jetzt befinden – da geht es für dich zu Onkel Glenn nach Kalifornien, wo du ihn als Automechaniker unterstützt, und du fängst dort an zu arbeiten und triffst relativ schnell dort einen Mann namens Frank Kritzer.
Daniel: OK, hallo Frank.
Philipp: Frank Kritzer, von dem du nicht genau – also du findest den Namen schon von Anfang an, der Name kommt dir komisch vor, ja, aber du weißt nicht warum – aber Frank Kritzer ist kein üblicher US-amerikanischer Name.
Daniel: Ich find ihn aber sehr schön, selber hab ich nicht irgendwie so n möglicherweise holländischen oder sonst was Nachnamen, sicher sogar, aber der Kritzer, der ist komisch.
Philipp: Der Kritzer, Frank Kritzer, das kommt mir komisch vor, aber ihr mögt euch. Also Frank war mal Fischer, war auch als Seemann unterwegs gewesen, ne Zeit seines Lebens lang, davon erzählt er dir, und das Problem war, dass er von seiner Zeit als Fischer und Seemann so viel auf und in dem Wasser war, dass er Wasser in der Lunge hat, dauerhaft, und gegen Wasser in der Lunge hilft nur – hat ihm der Arzt gesagt – möglichst trockenes Klima: Gehen Sie in die Wüste, gehen Sie nach Kalifornien.
Daniel: Also hat der Arzt ihn wortwörtlich in die Wüste geschickt.
Philipp: Der Arzt hat ihn in die Wüste geschickt, so einfach ist das, der hat gesagt: Gehen Sie in die Mojave-Wüste, dort ist es warm, da macht Ihnen das Wasser in den Lungen nicht so sehr zu schaffen.
Daniel: Ah ja, normalerweise schicken dich die Ärzte dann irgendwie ans Meer, so n bisschen Jod atmen.
Philipp: Der gute Kritzer, der muss sich n bisschen ausgritzen. Aber gut, der Frank hat das dann gemacht, und der Frank hat dann einen neuen Beruf ergriffen, weil er ja irgendwie auch Geld verdienen muss, während er sich dort in der Wüste befindet, und er tut das, was ein guter US-Amerikaner beruflich natürlich tut, gerade noch zu dieser Zeit.
Daniel: Teller waschen.
Philipp: Er sucht Gold.
Daniel: Ah, er sucht natürlich. Ja gut, in der Wüste, nicht unbedingt abwegig, dass man da vielleicht was findet zwischen den ganzen anderen gelben Steinen.
Philipp: Ja, da guckt ja auch sonst keiner.
Daniel: Ja, ja, da sind ja nicht so viele Menschen, da guckt keiner, da sind die Chancen groß.
Philipp: Also Frank ist tatsächlich Goldsucher in der Mojave-Wüste, und das, weil er zu viel Wasser in der Lunge hat – das ist so seine Lebensgeschichte, Story of his Life, oder einen komischen Namen. Jetzt hat er aber ein Problem: Das Goldsuchen ist zwar etwas, was ihm Spaß macht und was er auch gerne tut, aber ohne n Auto geht das schlecht, er muss ja irgendwie von A nach B kommen, ne?
Daniel: Zum Glück bin ich Automechaniker-Gehilfe.
Philipp: Richtig, und deswegen kommt der Frank in die Werkstatt und sagt: Liebe Leute, ich brauch ne Autoreparatur – das heißt, er hat 2 Anliegen: Er möchte sein Auto repariert bekommen, und er möchte, dass das nichts kostet.
Daniel: Natürlich.
Philipp: Weil er hat nichts.
Daniel: Wahrscheinlich dreht er uns jetzt gleich noch so n Goldsuchakredit auf: Wenn ich die große Ader finde, dann kriegst du was, weil du mein Auto repariert hast.
Philipp: Ja, natürlich, es ist genauso – genau das tut er, er sagt dir und deinem Onkel genau das, aber dazu kommen wir noch, das ist eigentlich zu früh, wir sind eigentlich noch gar nicht an dem Punkt, wo er euch das sagt, sondern erst mal sagt er: Ja, alles klar, ich brauche ne Autoreparatur, sie darf nichts kosten, und ihr redet dann so n bisschen miteinander, und dann freundet ihr euch auch relativ schnell tatsächlich an und ladet ihn zum Lunch ein. So, man ist beim Lunch und überlegt sich, na gut, wie kriegen wir das hin, dass wir dein Auto repariert kriegen und auch selber was rausbekommen, ne, also wir können das nicht umsonst machen, weil die Teile und so weiter, das kostet uns ja auch Geld. Jetzt gibt es noch n drittes Problem, das hat der Frank euch nicht von Anfang an mitgeteilt, und zwar hat er auch keine Wohnung.
Daniel: Ja gut, was für n Auto fährt er, oder würde er fahren, wenn er es fahren würde?
Philipp: Oh, diese Information hab ich jetzt gerade nicht, aber sie ist bekannt.
Daniel: OK, ich hatte jetzt nur gedacht, vielleicht wohnt er in seinem Auto, und das muss reichen.
Philipp: Ja, das ist natürlich so. Aber wenn man schon mal unterm Dach ist, ne, weißt du, dann pennst du in der Garage.
Daniel: Ah ja gut, du kannst das Auto ja quasi in die Garage stecken und dann schläft man trotzdem noch im Auto, ne?
Philipp: Ich weiß nicht, was er genau getan hat, auf jeden Fall schläft er bei euch in der Garage.
Daniel: Mein Gott, er hat ja – er kann eh seinem Job nicht nachgehen, kannst die Couch haben.
Philipp: Was sich in den nächsten Tagen, während er so bei euch rumlungert, relativ schnell herausstellt, ist: Der Frank ist sehr, sehr, sehr intelligent.
Daniel: Sehr, sehr, sehr, sehr, sehr intelligent. Wir hatten zuvor einen, der bei einem anderen rumgelungert ist, du erinnerst dich?
Philipp: Ja, ich erinner mich.
Daniel: Du weißt, wie das ausgeht.
Philipp: Also ich weiß das auch.
Daniel: Du glaubst, also, wie es hier ausgeht?
Philipp: Glaubst du, nie im Leben. Also der sehr, sehr, sehr intelligente Frank wohnt bei euch, und es ist nicht ganz überliefert, worüber ihr gesprochen habt und wie ihr herausgefunden habt, dass er so intelligent ist, aber ihr seid wirklich Fans von diesem Typen, der scheinbar n bisschen irre ist auch, aber irgendwie kriegt er euch dazu, dass ihr ihm das Auto repariert und ihm sogar noch 30 Dollar zusteckt.
Daniel: Ja, natürlich.
Philipp: Aber genau das, was du gesagt hast: Wenn er mit seinem Auto unterwegs ist und er findet etwas und er wird reich, dann werdet ihr natürlich zurückbezahlt und ihr kriegt sogar noch was drauf.
Daniel: Er findet wahrscheinlich die Flucht.
Philipp: Na ja, das ist zumindest das, was ihr beide denkt, du und dein Onkel. Ein Jahr lang hört ihr gar nichts von ihm, absolut gar nichts, eure 30 Dollar sind weg, der Typ auch, ihr seht ihn auch nie wieder.
Daniel: Schade, Frank Kritzer.
Philipp: Aber…
Daniel: Scheiß Frank Kritzer, dieser Betrüger.
Philipp: Nein, ihr bekommt eines Tages eine Schatzkarte in der Post.
Daniel: Ne Schatzkarte?
Philipp: Ja, noch nie hat ein X einen bedeutenden Punkt markiert – in diesem Fall aber wohl schon, denn ihr bekommt eine Schatzkarte in der Post, und die führt euch tief in die Mojave-Wüste, und zwar genau 106 und 50 Meilen, also 251 Kilometer von dem Ort entfernt, wo ihr wohnt, und das ist nämlich Santa Monica.
Daniel: OK.
Philipp: Und zwar gleich nördlich des Joshua Tree National Park – der Joshua Tree National Park, relativ bekannter Nationalpark – und etwas nördlich davon ist ein Kreuz auf einer Karte gemacht, da sollt ihr hinkommen, da wird Frank euch erwarten. Ihr fahrt am Wochenende los und denkt euch: Mensch, der Frank, der ist ja so intelligent, der hat bestimmt, der ist bestimmt reich, der hat sich bestimmt n Goldpalast dahin gebaut, mit Diamanten im Klo oder so, also super.
Daniel: Das X ist eigentlich n – also bisher ist die Karte eigentlich n Luftbild, und das X ist sein Palast.
Philipp: Richtig, ganz genau, ihr fahrt dahin, und je weiter ihr fahrt, desto mehr stellt ihr fest: Meine Güte, das ist ja ne richtige Mondlandschaft hier, hier ist ja nichts mehr, hier wächst ja kein Baum, kein Gras, gar nichts, hier ist ja nur Sand und Steine.
Daniel: Wo wohnt denn der Frank hier, oder wo hat er denn hier seine Sachen gefunden, ist ja Wahnsinn, das ist ja im absoluten Nichts.
Philipp: Das ist der Beginn von jedem schlechten Horrorfilm, würde ich sagen.
Daniel: Absolut, absolut.
Philipp: Und ihr kommt zu der Stelle, wo ihr hinfahren solltet, und diese Stelle zeige ich dir jetzt.
Daniel: Was ich sehe, ist ein Mann auf einem Stein, weiter in der weiten Ferne.
Philipp: Das ist gut, das ist genau richtig, du befindest dich jetzt – ich hab dir einen Link zu Google Street View geschickt – du siehst jetzt einen Mann auf einem Stein sitzen, jawohl, und jetzt möchte ich dich bitten, dich in Street View einmal komplett umzudrehen und mir zu sagen, was du dann siehst.
Daniel: Oh, ich seh Steine, und zwar, sag mal, mehr oder weniger große und semigroße Steine, und ich seh einen riesen fetten, dicken Stein.
Philipp: Das ist richtig, das ist der sogenannte Giant Rock.
Daniel: Ja, namensprogramm.
Philipp: Das ist der Giant Rock. Was fällt dir auf vom Giant Rock?
Daniel: Giant Rock ist n bisschen dunkel unten, das sieht aus, als ob er aus dem Himmel gefallen wäre und n bisschen gebrannt hätte in der Atmosphäre.
Philipp: So, jetzt, weil wir gerade über Menschen gesprochen haben, die weit weg von der Erde waren – was erkennst du noch auf diesem Foto vom Giant Rock?
Daniel: Auf diesem Stein?
Philipp: Oh, der ist also – falls du darauf hinaus möchtest…
Daniel: Da ist ne grüne Hand aufgemalt unten rechts, die nach oben zeigt, und noch irgendwelche Schriften, und ich glaube, das sind so Graffitis und so weiter, kann man schlecht erkennen, aber ich find’s spannend.
Philipp: Dass du es für ne grüne Hand hältst…
Daniel: Ich hielt es für einen Kaktus.
Philipp: Oh ja, nee, für mich ist das so ne Halskante, die nach oben zeigt.
Daniel: Könnte auch sein.
Philipp: Es gibt noch etwas, was ebenfalls ins Auge springt, am Fuße des Steins.
Daniel: Vielleicht am Fuße des Steins… unten – du hast von dem Dunklen gesprochen?
Philipp: Das ist aber nicht nur das Dunkle, sondern noch mehr.
Daniel: Ja, das sieht so n bisschen, ich würde sagen, zementiert aus, wieso n Plateau, dass man da irgendwie so wie eine Terrasse gebaut hat?
Philipp: Es könnte eine Terrasse sein, aber was es ist, ist die Wohnung von Frank, die er sich unter diesen Steinen mit Dynamit gesprengt hat.
Daniel: Bitte was?
Philipp: Frank hat sich unter diesem Giant Rock, unter diesem riesigen Felsbrocken, eine Wohnung gesprengt mit Dynamit, und da hat er gewohnt.
Daniel: OK, das erklärt die dunklen Stellen, und das ist auch aus Hitze entstanden, aber nicht, weil dieser Stein vom Himmel gefallen ist.
Philipp: Das ist richtig, um es kurz zusammenzufassen: Also dieser Ort, dieser Giant Rock – das siehst du auch, wenn du n bisschen nach links guckst, von dem Stein aus, dann siehst du auch Malereien, beispielsweise auf anderen Steinen – dieser Giant Rock war ein Pilgerort der amerikanischen Ureinwohner, zu dem sie in jedem Jahr hingepilgert sind und da Séancen und Rituale vollzogen haben, und das rührte wohl daher, dass dieser große Stein für den großen Geist stand, weil er das größte Objekt in der Gegend war. Deswegen hat man das angebetet, beziehungsweise nicht angebetet, aber eben für so etwas benutzt. Und tatsächlich ist dieser Stein auch der größte Stein der Welt, also der größte einzelne Stein der Welt, der einfach so irgendwo an Land rumliegt.
Daniel: Also der ist wirklich nicht sehr klein, der ist schon sehr, sehr groß.
Philipp: Wenn er der Größte ist, dann würde ich sagen, ja, so sieht er auch aus. Dieser Fels ist mittlerweile auseinandergebrochen.
Daniel: Tatsächlich, da ist n Stück abgebrochen?
Philipp: Heute sieht er nicht mehr ganz so aus, aber er ist 540 Quadratmeter Bodenfläche alleine groß.
Daniel: Das ist viel.
Philipp: Und ist geschätzt 25.000 Tonnen schwer.
Daniel: Auch das ist viel, und ich glaube, wenn das vom Himmel gefallen wäre, dann gäbe es uns nicht mehr.
Philipp: Das ist schon extrem.
Daniel: Also das ist schon wirklich sehr extrem, 25.000 Tonnen ist n bisschen was.
Philipp: Nun, um zurück zu den Ureinwohnern zu kommen: Die haben sich dann da getroffen, dann haben die Häuptlinge aus verschiedenen Stämmen da gemeinsam Rituale durchgeführt, aber außer denen durfte sich niemand nähern, das heißt, auch die Leute, die den Stämmen angehörten, durften sich nicht nähern, wenn sie nicht die Häuptlinge waren, das war den Häuptlingen vorbehalten, sich um diese Steine zu versammeln.
Daniel: Jetzt hat Frank sich da ne Höhle reingesprengt, ja, ja gut, dann bist du immer noch in der Nähe des Steins, wenn du irgendwie 10, 20, 30 Meter drunter bist – auf welcher Ebene reden wir?
Philipp: Also die Bannmeile, sag ich jetzt mal, der Ureinwohner war mehrere 100 Meter.
Daniel: Na OK, ja gut, so tief hat er sich wohl nicht reingesprengt.
Philipp: So tief hat er sich nicht reingesprengt, ich erläutere dir das ganz genau sogar: Und zwar hat er sich eine 37 Quadratmeter große Höhle gesprengt.
Daniel: Ja, ja, was nicht wenig ist, ja, meine Studentenwohnung war kleiner.
Philipp: Ja genau, meine aktuelle Wohnung ist kleiner, also der hatte unter dem Stein mehr Platz als ich, während ich diesen Podcast aufnehme.
Daniel: Ja, sieh mal einer an, deswegen, deswegen bitte Steady abonnieren, wir müssen so ne größere Höhle sprengen.
Philipp: Wir müssen absolut, ich muss mir irgendwo was sprengen.
Daniel: Philipp hat schon Löcher in die Wand gebohrt, wo er Dynamitstangen reinlegen möchte, damit er die Wohnung größer machen kann.
Philipp: Das Nachbarhaus freut sich. Also tatsächlich war das, was Frank da gemacht hat, sogar wirklich sehr intelligent – also es ist nicht mal n Scherz gewesen, denn das, was er getan hat, war wirklich intelligent, also nicht das Sprengen an sich, aber wie er unter diesem Stein gelebt hat, denn dieser Stein heizte sich im Sommer der Wüste natürlich auf, weil da natürlich den ganzen Tag die Sonne draufscheint und es in der Wüste sehr, sehr, sehr heiß ist, und im Winter kühlte sich der Stein dann natürlich massiv ab, weil es im Winter in der Wüste sehr, sehr, sehr kalt ist, und weil der Stein aber so riesig ist, kommt das, was quasi oben am Stein an Hitze oder Kälte ankommt, erst nach einem halben Jahr unten an.
Daniel: OK, das bedeutet, die Jahreszeiten sind vertauscht – die Kühle des Winters hast du im Sommer quasi, wenn du unter dem Stein wohnst, noch zur Verfügung, und die Hitze des Sommers hast du im Winter zur Verfügung.
Philipp: Das bedeutet, die Temperatur unter dem Stein, in der 37 Quadratmeter großen Wohnung von Frank, sank nie unter 13 Grad und überstieg nie 27 Grad.
Daniel: Das ist sehr kalt und sehr warm, aber dafür, dass man unter einem Stein lebt, schon voll OK.
Philipp: Voll OK, voll OK. Ja, “unter welchem Stein hast du gelebt” – hat man dich schon mal gefragt, wahrscheinlich, und dann kannst du sagen: Ich hab unter Giant Rock gelebt und hatte angenehme Temperaturen.
Daniel: Also ich muss ja sagen, das klingt wie völliger Humbug, aber ich kenn mich auch mit Physik und Temperatur überhaupt nicht aus, deswegen nehm ich das mal so hin, und ja, angenehm, muss ich sagen.
Philipp: Es ist so, denn diese Informationen sind von Franks Nachmietern überliefert. Jetzt gibt es n weiteres Problem: Frank ist ein sogenannter Squatter, ja, übersetzt bedeutet, er wohnt auf Land, das ihm nicht gehört.
Daniel: Ja, hatten wir auch, glaub ich, schon mal.
Philipp: Hatten wir auch, glaube ich, schon mal, und das kann natürlich zu potenziellen Konflikten mit den Behörden führen, die sagen: Sag mal, was ist denn hier los, und auch zu potenziellen Konflikten mit den Ureinwohnern führen.
Daniel: Also Ersteres, ja, sehe ich, aber gleichzeitig denke ich mir noch so: Ja OK, der Typ wohnt in einem Loch, ich weiß jetzt nicht, ob ich da jetzt als Behörde irgendwas gegen machen wollen würde, als Ureinwohner natürlich ist das noch mal was ganz anderes, vor allem, wenn es jetzt in Anführungsstrichen auch heiliges Land ist.
Philipp: So ist das, tatsächlich freundet sich Frank aber mit den Ureinwohnern an.
Daniel: Natürlich.
Philipp: Tut er das? Zurück zu dir: Du bist total begeistert davon, was der Coolesgemacht hat, der hat sich ne Höhle einfach selber gesprengt.
Daniel: Ich folge einer Schatzkarte, komme zu einem X, seh einen Riesenstein, da drunter ist n Loch, dann chillt er da mit seinen Ureinwohner-Kumpels – also es klingt wieso ne Studenten-WG, halt, aber auch irgendwie…
Philipp: Ja, definitiv, wahrscheinlich Wasserpfeife rumgereicht und…
Daniel: Genau.
Philipp: Gibt’s ihm Radio? Hat er auch, im Übrigen, sogar dafür hat er sich sogar eigens ne Antenne gebaut, die er in der Wüste aufgestellt hat, damit er Radioempfang hat.
Daniel: Fehlt nur, dass er sich da Glasfaser reingesprengt hat.
Philipp: Ja, also zu Leitungsproblematiken kommen wir gleich noch.
Daniel: Bei der letzten Leitungsproblematik haben wir den Kilroy gebaut.
Philipp: Also das ist alles viel – wir werden heute auch noch ganz tolle Dinge bauen, da kannst du ganz fest von ausgehen. Du fährst Frank jetzt ganz häufig besuchen, weil du das cool findest, weil du mit ihm befreundet bist, und 250 Kilometer kann man ja mal machen.
Daniel: Ja, n lockerer Wochenendtrip für US-Amerikaner.
Philipp: Und ihr verbringt da Abende, du verbringst da ganze Wochenenden in deiner Freizeit, und manchmal hast du deinen Onkel dabei, manchmal nicht.
Daniel: Wie alt sind wir da noch mal?
Philipp: Wir sind jetzt so im Jahr – so 31, 32 müssten wir sein.
Daniel: Ja, also ich sag mal so, es klingt wieso n 17-Jähriger, der mit seinen Kumpels chillt, aber ja gut…
Philipp: Ja, du bist jetzt, so sagen wir mal, du bist Mitte 20, wir sind schon tatsächlich durchaus relevant – wir sind schon nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, irgendwas 33 plus, und in dieser Zeit bewegen wir uns, und die Machtergreifung der Nationalsozialisten ist insbesondere deswegen wichtig für dein Leben, weil Kalifornien und Santa Monica und die Region generell in dieser Zeit richtig boomt, weil die amerikanische Luftfahrtindustrie hart Fahrt aufnimmt, weil die Briten aufrüsten, weil die Deutschen aufrüsten, weil die Japaner aufrüsten. Und natürlich müssen die Amerikaner mitziehen, und das tun sie in erster Linie tatsächlich in Kalifornien, dort siedelt sich die Luftfahrtindustrie an im großen Stil, und du hast ja Automechaniker gelernt und hast einen Flugschein und hast schon mal auf einem Flughafen gearbeitet – also deine Qualifikation dafür ist richtig gut, und so kommt es, dass du tatsächlich dort bei diversen Firmen in dieser Luftfahrtindustrie in Kalifornien, in dieser boomenden Industrie, arbeitest. Deine Arbeit ist sehr viel Geld wert, und du kannst davon richtig gut leben und gründest in dieser Zeit auch eine Familie, und zwar mit deiner Frau, und ihr bekommt 3 Töchter. An den Wochenenden, wenn du fertig bist mit der Arbeit, dann fahrt ihr gerne mal auch in der ganzen fünfköpfigen Besetzung zu Frank unter seinen Stein.
Daniel: Zu 5 plus Frank plus paar Ureinwohner, das klingt sehr eng.
Philipp: Ja, die sind ja nicht immer da, das sind ja nicht die Borg, die da einfach irgendwie so rumhängen.
Daniel: Aber genau so stell ich mir das vor.
Philipp: Genau, so stell ich mir das auch vor – die chillen da halt.
Daniel: Ja, auf jeden Fall.
Philipp: Bis auf den Fakt, dass hier einer unterm Stein wohnt, ist an dieser Geschichte bislang noch nichts wirklich Außergewöhnliches.
Daniel: Ach, ich find das schon sehr außergewöhnlich.
Philipp: Aber ich sag mal so, wir sind jetzt auf Seite 3 meines Skripts, und es beginnt jetzt zu eskalieren: Wir gehen ins Jahr 1942, bei Frank klopft es an der Tür.
Daniel: Wird eingezogen?
Philipp: Es sind 3 Leute zu Gast: Claude McCracken, Harold Simpson und Fred Pred.
Daniel: Also, wenn mein Charakter jetzt nicht – weil Claude McCracken sagt: Ey, dieser Name, der ist ja noch komischer als Kritzer-Kratzel da hinten, der vom unterm Stein, das weiß ich auch nicht.
Philipp: Du triffst Claude McCracken gar nicht, tatsächlich, du triffst auch Harold Simpson nicht, und du triffst auch Fred Pred nicht. Diese 3 sind aber tatsächlich wegen Franks Namen da, die 3 sind nämlich Deputy Sheriffs in Riverside County, das ist das benachbarte County von Giant Rock, Giant Rock selbst ist in San Bernardino County, und das bedeutet mehr oder weniger, und das weiß Frank auch: You have no power here.
Daniel: Ja, ihr könnt mir gar nichts, ihr seid nicht die Sheriffs aus meinem County, wenn ihr vor meiner Tür steht, dann ist mir das erstmal ganz latte.
Philipp: Das Ding ist, ich hab jetzt einfach dieses Bild von Patrick Star, wie ihr unter seinem Stein quasi hochklappt, sieht die 3.
Daniel: “Ihr könnt mir gar nichts” – oder klappt das wieder zu?
Philipp: Weißt du, was das Schlimme ist? Dass es genauso ist, es ist wirklich ganz genauso, ich erzähl das jetzt weiter: Frank und die 3 Beamten streiten sich dann lautstark darüber, ob die jetzt da sein dürfen oder nicht, er weiß zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, warum die überhaupt da sind, aber er streitet sich erstmal: Ihr seid hier nicht zuständig – die Beamten sagen dann: Doch, wir sind da, um Sie zu verhören, denn Personen aus der Nachbarschaft…
Daniel: Und welchen Stein leben die, und an welchem Stein leben die, wer weiß, wer sich da noch alles eingezeckt hat unter den Steinen?
Philipp: Personen aus der Nachbarschaft behaupten, Frank würde für die Deutschen spionieren, denn er hat den Nachnamen Kritzer, den man für Deutsch hält, und er hat ja ne Antenne gebaut für sein Radio.
Daniel: Ja, natürlich, das ist dann ja – mhm, das ist das, der schickt die Signale direkt nach Berlin.
Philipp: So ist das, und deshalb Grund genug für die Polizei, da mal vorbeizuschauen und zu fragen: Entschuldigung, wer sind Sie denn, und was machen Sie hier?
Daniel: Ich glaube, ich glaube, Patrick hat auch so ne kleine Antenne an seinem Stein, ich bin mir grad gar nicht sicher.
Philipp: Das könnte sein, ja.
Daniel: Doch, ich glaube auch, nicht dass dem nachempfunden ist, das wär es ja doch.
Philipp: Das müssten wir recherchieren, tatsächlich, das ist wirklich spannend. Also diese 3 Polizisten kommen längst und sagen: Hör mal, Frank, wie ist das denn, bist du deutscher Spion? Und ja, man schreit sich gegenseitig an, die Polizei will Frank zum Verhör mitnehmen, Frank weigert sich, und kurz bevor die Polizei ihn dann einfach gewaltsam mitnimmt, lenkt Frank dann aber ein und sagt: OK, alles gut, braucht ihr nicht, ich komm freiwillig mit, ich hol eben meine Jacke, und dann komm ich raus – wir wissen genau, wie sowas endet, nämlich: Tür zu.
Daniel: Mhm.
Philipp: Tür zu, und der Eingang zur Steinhöhle, das ist quasi das, was du gesehen hast, dieses Plateau, zu. So, jetzt stehen die 3 Polizisten da und sagen: Na ja, gut, jetzt hat er sich da eingesperrt.
Daniel: Ja, aber da muss er irgendwann mal wieder rauskommen.
Philipp: So, jeder normale Mensch würde sagen: Gut, der kommt schon wieder raus, wir warten jetzt einfach so lange hier, bis der irgendwann notgedrungen da wieder rauskommen muss – oder wir gucken halt, wie wir das machen. Aber was man nicht macht als Polizist, üblicherweise…
Daniel: Ja, der muss schuldig sein, werf mal ne Granate rein, was?
Philipp: Also ich hab grad tatsächlich überlegt, weißt du, es wär ziemlich cool, wenn die Klappe wieder aufgegangen wäre, so ne kleine Dynamitstange wär rausgefallen, weißt du, aber eine Granate wieder rein – also so weit hab ich jetzt nicht gedacht. Es ist eine Gasgranate, die die Polizisten in die Bude reinwerfen.
Daniel: Aus, einmal raus.
Philipp: Weil sie Angst haben, dass er unten quasi steht und sie irgendwie abknallen will oder sowas, wenn sie jetzt reinkommen, und deswegen werfen sie ne Gasgranate rein. Es gibt aber ein Problem: Der Frank hat noch n bisschen Dynamit unterm Tisch liegen, die Granate geht los, das Dynamit fängt davon Feuer, und die gesamte Bude fliegt komplett in die Luft.
Daniel: RIP Frank.
Philipp: RIP Frank und 3 schwerverletzte Polizisten.
Daniel: Selber schuld, also tut mir leid, da hab ich kein Mitleid.
Philipp: Was daraus folgt, ist natürlich n Zeitungsartikel, wo drin steht: Deutscher Terrorist bringt 3 amerikanische Polizisten um.
Daniel: Natürlich, ist doch klar, natürlich, ist doch logisch.
Philipp: Für dich als Kumpel von Frank ist das natürlich n herber Schlag, du hast ihn nicht für einen Nazi gehalten, und du hast bis zu deinem Tod ganz fest behauptet, der war auch keiner, du sprichst sogar mit Ermittlern vom FBI, die dann im Nachgang natürlich da ermitteln, und selbst die FBI-Leute sagen: Na ja, also es gibt keinen Hinweis, außer dass er n deutschen Nachnamen hatte und ne Antenne hatte – Spion? Quatsch, kein Spion war. Und du schaust dann nach einiger Zeit, nach seinem Tod, schaust du mal wieder da vorbei und willst dir das Elend mal anschauen, wie es denn aussieht unter diesem Stein, und stellst fest: Die Wohnung ist noch da, teilweise aber kaputt, und es ist tatsächlich alles, an Hab und Gut, was Frank hatte, komplett mitgenommen worden.
Daniel: Also es ist nichts mehr da von dem, was er besaß. Aber die 37 Quadratmeter, vor oder nach der Gasgranate?
Philipp: Sowohl davor als auch danach, tatsächlich, das Ding hat das überstanden.
Daniel: OK.
Philipp: Du kommst ab und zu mit deiner Familie zu Ausflügen her, und dann übernachtet ihr einfach unterm Stein, weil ihr wisst ja, wo man gut schlafen kann dort, und es ist ja auch nie zu kalt oder zu warm. Es macht für dich aber keinen Sinn, jetzt irgendwie da dauerhaft hinzuziehen oder sowas, weil der Krieg läuft noch, und du kannst richtig gutes Geld im Flugzeugbereich verdienen, du baust an den Flugzeugen, und dann treten ja auch die USA in den Krieg ein, und deshalb bleibst du dann in diesem Bereich erst mal und arbeitest weiter eben in Kalifornien. Aber unmittelbar nach dem Krieg möchtest du gerne rübermachen, quasi, und möchtest mit deiner Familie im Loch wohnen, weil du das so geil findest.
Daniel: Möchtest du da auch jetzt hinziehen? Ja, also das scheint ja n ziemlich begehrtes Loch zu sein.
Philipp: Ja, nur bei dir, weil zwischenzeitlich sind ja jetzt durchaus n paar Jahre vergangen, und es ist gar nichts passiert, aber ja, 1945 stellst du den Antrag, dort mitten in der Wüste einen eigenen Flugplatz betreiben zu dürfen und dort quasi deine Arbeit fortzuführen, und 1947 wird dieser Antrag sogar bewilligt, das heißt, du ziehst jetzt 1947 mit der Familie in die 37 Quadratmeter unter den Stein.
Daniel: Aber jetzt diese ganze Geschichte mit den Ureinwohnern, die ist egal? Also, weil ich meine, das war ja vorher noch Thema, von wegen, dass die Ureinwohner sich vielleicht beschweren könnten wegen des weggenommenen heiligen Platzes oder Ritualplatzes, und jetzt ist auf einmal so: Ja, jetzt komm ich da hin, Van Tassel kommt da jetzt hin und chillt im Loch, und denen ist das dann egal?
Philipp: Es ist, glaub ich, tatsächlich sehr einfach: Es gibt einfach nicht mehr so viele Ureinwohner.
Daniel: Ja, gut, ja, ja, macht Sinn.
Philipp: Gerade zu dieser Zeit, wo sich noch mal die Besiedlung der Vereinigten Staaten noch mal verstärkt, gibt es einfach nicht mehr so viele Ureinwohner. Und außerdem wurde an einem der Steine auch das Zeichen des Skorpions angebracht, und das bedeutet, das hier ist ein guter Ort, und der gute Ort ist dann quasi nicht entweiht, aber…
Daniel: Fix, ne, das ist ne Pilgerstätte, aber diese regelmäßigen Versammlungen finden da nicht mehr statt.
Philipp: OK, mit den Ureinwohnern, die dann noch in der unmittelbaren Umgebung und n paar Kilometer weiter unterwegs sind, kommst aber auch du ganz gut klar.
Daniel: Ja klar, ich bin bereits Frank, ich bin der Lochmann.
Philipp: Ich bin der Lochmann, Lochmann 2.
Daniel: Ich bin der neue Lochmann.
Philipp: Heiko, Heiko und Roman, du…
Daniel: Scheiß Wow.
Philipp: Jetzt wohnt also die ganze Familie Van Tassel unterm Stein.
Daniel: Hätt ich auch – das ist auch n toller Satz zu sagen, ne, ja, ganze Familie wohnt unterm Stein.
Philipp: Und langsam, aber sicher baust du dir ne kleine Existenz auf, nicht nur unter dem Stein, sondern auch um den Stein herum. Du hast vorher bei Lockheed gearbeitet, dort bist du jetzt weg, von dem Geld, das du verdient hast, baust du dir erst mal ein eigenes Haus.
Daniel: Ich wollt gerade sagen, also jetzt überleg mal, ne, du arbeitest irgendwie bei Lockheed, du arbeitest irgendwie an einem Flughafen, den du selber da irgendwie hinbaust, also n Flugstreifen halt, machst da irgendwelche Sachen, und dann wohnst du unterm Stein? Ich meine, klar, da sparst du die Miete, um dann noch n bisschen mehr Geld zu verdienen, aber ich glaube, an Geld sollte es da nicht gescheitert sein davor, oder?
Philipp: Nee, nee, nee, ist es auch nicht, mit 37 auf 37 Quadratmeter mit 4 Leuten ist auch sportlich. Insofern baust du erst mal n Haus, dann baust du diesen kleinen Flugplatz, den du dann eröffnest mit Halle, dann eröffnest du auch noch eine Tankstelle, weil immer mehr Leute besitzen ein Auto und fahren dann natürlich vorbei an die Tankstelle. Angeschlossen ist auch noch ein Shop, da kann man auch noch n paar lebensnotwendige Dinge kaufen, und was du auch noch baust, ist natürlich das, was alle Leute an Landstraßen irgendwo in der Wüste in den USA bauen, nämlich ein Diner.
Daniel: Ah, nein, da wären wir wieder bei Twin Peaks.
Philipp: Alles, was das nordamerikanische Kleinstadtherz begehrt, ist also vorhanden, und das läuft richtig gut.
Daniel: Na klar.
Philipp: Aber mit der Zeit, in der Wüste, jetzt nicht gerade umringt von vielen Menschen, fällt dir auf: Irgendwas steckt hinter diesem Ort, irgendwas – die Indianer haben das ja auch schon gesagt – irgendwas Besonderes hat dieser Ort. Immer wieder fallen dir auch Dinge auf, die du nicht so richtig zuordnen kannst, die dich verwirren, dann siehst du Lichter im Himmel, dann sind sie wieder weg.
Daniel: Es ist komisch.
Philipp: John Frank hatte dir über sehr, sehr verwirrende Dinge erzählt, die ihm in der Wüste aufgefallen waren, Erscheinungen in der Ferne, Erscheinungen am Himmel, und du hast das jetzt auch gesehen. Diese Ruhe der Wüste hatte dazu geführt, dass du dich selber gefunden hast, dass du selber deine Sinne geschärft hast und dass du beginnst zu verstehen, und du entscheidest dich, hinzu meditieren, denn du möchtest unbedingt herausfinden, was da jetzt los ist: Warum ist diese Welt, wie sie ist? Was ist los in dieser Wüste? Warum sehe ich Dinge, die wieder zu verschwinden scheinen?
Daniel: Was ist passiert? Weil du in einer scheiß Höhle von 37 Quadratmetern mit 4 Leuten die Luft wegatmest, dir fehlt Sauerstoff, Junge.
Philipp: Du machst das einzig Logische, du beginnst, unter dem Stein Meditationskurse abzuhalten.
Daniel: Ja klar, natürlich, also ja, es ist der nächste logische Schritt.
Philipp: Natürlich, du erzählst da n bisschen was, und dann kommen die Leute, und sie machen mit.
Daniel: Natürlich, also ja, es macht Sinn, die Intelligenz von Frank hat abgefärbt.
Philipp: Ja, und die Schwingungen dort sind auch einfach andere.
Daniel: Ja, ja, also unter dem Stein sind die Schwingungen besonders, ganz besonders sind die Schwingungen dort.
Philipp: Schwingungen vielleicht auch, wär auch n Angebot.
Daniel: Ja, du, ich weiß nicht, wie weit die gegangen sind.
Philipp: Und jetzt machst du das n paar Jahre, diese Meditationskurse, ein Jahr, 2 Jahre, 3 Jahre, und irgendwann meditierst du alleine vor dich hin, unter deinem Stein – ist ja eigentlich nicht dein Stein, aber unter dem Stein meditierst du, und dann passiert etwas, denn du empfängst etwas – deine Meditation konzentriert sich nicht mehr nur auf dich, sondern du empfängst eine Nachricht. Am 6. Januar 1952 empfängst du eine Nachricht, die du jetzt vorlesen darfst.
Daniel: Entschuldigung, ich hab die ersten 3 Worte gelesen, also, ich kann das nicht.
Philipp: Was kann das denn?
Daniel: Das ist das, was ihr nicht sehen könnt, ist der Lachflash, den ich gerade habe, weil ich den Namen der Person gelesen habe, die diese Nachricht übermittelt. Ich schaff das, ich schaff das, ich schaff das: Ich bin Luttbun, vom Befehlshaber der ersten Welle, der planetare Patrouille aus den Reichen von Schare. Wir haben Ihren Kontakt an Bord, in 80.000 Fuß Höhe über diesem Ort. Ihre Presse wird mehr über Ihre sogenannten fliegenden Untertassen zu berichten haben. Wir melden uns auf Ihren Kontakt zurück, Ende, ich bin Luttbun.
Philipp: Luttbun, diese Nachricht von Luttbun erhältst du am 6. Januar 1952, und du schreibst sie nieder, wie du auch diverse andere Nachrichten, die du in der Zukunft empfangen wirst, niederschreibst, und ich habe das Buch, in das du diese Sachen geschrieben hast, gelesen – ist sein Buch, ja – und ich möchte dir n bisschen präsentieren, was jetzt über die nächsten Monate geschieht: Am 8. Februar 1952 gibt es eine weitere Nachricht, also einen Monat später, die dich erreicht, und das ist diese hier.
Daniel: Seid gegrüßt, ich bin der Oberbefehlshaber der ersten Welle der planetären Patrouille aus den Reichen von Schare. Wir wurden angewiesen, diesen Punkt jederzeit zu kontaktieren, wenn Sie in Sitzung sind, wir überbringen Ihnen unsere Grüße und unsere Kraft aus dem Zentrum.
Philipp: Grüße, Luttbun – der ist sehr kommunikativ, Grüße an 80.000 Fuß nach Schare.
Daniel: Was ich mich frage: Er ist der Oberbefehlshaber, aber von wem wurde er dann angewiesen, ihn zu kontaktieren?
Philipp: Also da beginnen die Fragen schon, und ich glaube, es sind die Illuminaten. Wir gehen 2 Wochen weiter, und wir führen einen neuen Charakter ein.
Daniel: Ich bin Elka, sechste Projektion, 42. Welle, 4. Sektorpatrouille, aus den Reichen von Schare. Ich übermittle Ihnen unsere Glückwünsche von unserer zentralen Kontrolle, Sie werden noch viel mehr von uns sehen, Elka, Ende.
Philipp: Zu was er da beglückwünscht wird, hat er übrigens nicht gesagt.
Daniel: Ja, du, ich danke.
Philipp: Jetzt ist der 7. März 1952, und den kleinen Überblick der Dinge, die jetzt relativ früh in den Kommunikationen geschehen sind, schließen wir mit einer dritten Person, die wir kennenlernen, aus dem planetaren Raum.
Daniel: Grüße aus den Reichen von Schare, beobachtet euren Himmel in den Monaten Mai bis August. Ich bin Klothar, neunte Projektion, zweite Welle, planetare Patrouille, Reiche von Schare, Ende.
Philipp: Also ich finde es schön, dass die Nachricht immer so fifty-fifty aus der Nachricht und aus “wer geschrieben hat” besteht, und das Organigramm quasi wird mitgeschickt jedes Mal.
Daniel: Das ist so, das ist so. Der Punkt ist, OK, also neunte Projektion – die andere Person war sechste Projektion, was auch immer das bedeutet – zweite Welle, die andere Person war 42. Welle, was auch immer das bedeutet – die eine Person war vierte Sektorpatrouille, die anderen beiden sind planetare Patrouille, niemand weiß, was das bedeutet, aber es ist ja auch nicht so wichtig, denn es wird dir sehr klar: Hier ist was im Busch, beziehungsweise im All, in der Luft oder sonst wo, auf 80.000.
Philipp: Und du blickst in die Zeitung im März 1952, und du siehst ganz, ganz, ganz, ganz, ganz viele Nachrichten über fliegende Untertassen, die gesichtet werden, über den ganzen Vereinigten Staaten.
Daniel: Nein.
Philipp: Wir befinden uns also genau in der Zeit, in der die UFO-Hysterie, der UFO-Hype, wirklich sehr, sehr maximal ausgeprägt ist. Und ich sage dir, der 21. März ist ein weiterer sehr wichtiger Tag, denn es kommt die nächste Nachricht.
Daniel: Jawohl: Grüße, ich bin Totalmon, vierte Projektion, siebte Welle, Weltraumpatrouille, Reich von Schare. Höhe 750 Meilen über euch, Geschwindigkeit 170.000 Meilen pro Sekunde, zurückkehrend aus dem zweiten Sektor. Unser Lichtbefehl weist uns an, euch Segnungen aus dem Zentrum und von den Reichen von Blau zu überbringen, Ende.
Philipp: Die Reiche von Blau, keine Ahnung, was das bedeutet, es wird alles nicht erklärt, es wird nur heruntergeschrieben, quasi, was die Nachrichten sind.
Daniel: Ich hab ne Zwischenfrage: 170.000 Meilen pro Sekunde, wie viel Lichtgeschwindigkeit ist das?
Philipp: Das kann ich dir nicht auswendig sagen, ich prüfe das jetzt – ach, das ist nur 0,000253498038 Lichtgeschwindigkeit.
Daniel: Ja, das ist ja nicht so viel, das ist ja gar nichts.
Philipp: Ach nee, warte, ‘tschuldigung, das ist ja – mein Fehler – das ist ja nicht pro Stunde, das ist ja pro Sekunde, oh, das ist 91% der Lichtgeschwindigkeit.
Daniel: Das ist nicht schlecht.
Philipp: Das ist nicht schlecht, gebe ich zu. Und dann noch, also nicht nur mit 91% Lichtgeschwindigkeit diese Nachricht gesendet, sondern auch noch punktgenau gezielt.
Daniel: Also da, da muss genau gezielt werden, die sind schon krass, die Leute von Schare, ja.
Philipp: Aber das stand doch im Lichtbefehl.
Daniel: Ja gut, ja, OK, natürlich, da geht mir n Licht auf.
Philipp: Ich erspare dir jetzt die Nachricht zum Beispiel von Lattermarx.
Daniel: Das haben die Drucker gewartet, das war Lexmark, ne.
Philipp: Das Lattermarx ist, glaub ich, eher n Kommunist mit einem Kaffee. Der hat am 4. April sich bei dir telepathisch gemeldet, aber wichtig ist insbesondere noch mal die Nachricht vom 6. April, denn sie macht sehr deutlich, dass unmittelbar etwas Großes bevorsteht.
Daniel: Oh, das ist ne längere: Ich grüße euch in Frieden, ich bin Norma, vom Zentralkommando, 64. Projektion, siebte Welle, vierte Sektorpatrouille, Reiche von Schare. Meine Befugnis erlaubt es mir, euch bestimmte Informationen zu geben. Euer Pentagon wird mal einiges haben, worüber es sich den Kopf zerbrechen kann. Wir werden diesem Planeten einen Besuch abstatten, ich hoffe, sie werden uns nicht frontal abfangen, unsere Autorität hat uns befohlen, den Kontakt über euch aufrechtzuerhalten, wenn wir bereit sind, werden auch wir Abfangmanöver durchführen, und wir werden ebenfalls landen, wenn wir dazu bereit sind. Unser zentraler Kreis sendet euch seine Segnungen, Ende.
Philipp: Sind das die Sachen, die die Eingebundenen empfangen haben, im Vorfeld? Kann das sein, das kann ich dir nicht sagen, aber es ist schon komisch.
Daniel: Ja, mindestens das.
Philipp: Und ich kann dir sagen, das Jahr 1952 hält noch einiges bereit, wir machen das jetzt mal im Schnelldurchlauf, und ich sage dir nur die Namen der Außerirdischen, die sich im Jahr 1952 noch telepathisch bei dir melden: Also wir haben angefangen mit Luttbun, dann kam Elka, Klotha, Totalmon, Norma, dann kommen die – hatten wir jetzt noch nicht – Leektov, Lu Oblov, Kerul, Loctopa, Molka, Klatu, Hulda, Lata, Singba, Klettarg, Roe, Blora, Cleactonla, Tolta, Quell, Rea, Clacta, Bett, Dulak, und noch diverse andere. Ich hab dann irgendwann aufgehört, die rauszuschreiben aus dem Buch, die Namen, aber einer sticht aus den zahlreichen telepathischen Gesprächen, die du führst – eigentlich ja nur einseitige Übertragungen – heraus, und das ist Ashtar, denn Ashtar meldet sich bei dir als Kommandant der Station Schare, also er ist quasi der Obermann, Mister Number One, und er schreibt dir folgendes – er schreibt, also telepathisch, ja – im Lichte des universellen Gesetzes grüße ich euch in Frieden. Ich bin Ashtar. In Bezug auf alle Versuche, uns einzufangen, möchte ich anmerken, dass es wesentlich einfacher wäre, eine Figur von der Bildfläche eures Fernsehers einzufangen. Wenn eure Behörden herausfinden, wie man Lichtsubstanz einfängt, würden wir ebenfalls gern die Formel dafür erfahren. Wir ignorieren jede weitere Diskussion zu diesem Thema.
Daniel: Bitte was? Das ist völlig wirres Zeug.
Philipp: Ja, also…
Daniel: Ja, also ich muss ja sagen, also alleine schon mal die Namen, die du gesagt hast, muss ich gerade darüber nachdenken, ob du, wenn du das in ner anderen Reihenfolge diese Namen genannt hättest, ob du nicht zufällig irgendwie Hölle auf Erden mit dem Necronomicon irgendwie heraufbeschworen hättest.
Philipp: Wahrscheinlich.
Daniel: Ich hätte wahrscheinlich was beschworen.
Philipp: Ja.
Daniel: Ich wär jetzt in – du, Eklato, Nepto, irgendwas – nee, aber ja, du hast jetzt – nein, also OK, wie bitte, was, Lichtsubstanz einfangen, also was?
Philipp: Ja, also, wenn ihr es mal rauskriegt, wie man Lichtsubstanz einfängt, dann sagt uns bitte Bescheid, danke. Bis dahin ignorieren wir jede weitere Diskussion zu diesem Thema, und wichtig: Ihr braucht uns nicht einfangen, fangt einfach eine Figur von der Bildfläche eures Fernsehers ein.
Daniel: Es ergibt vorne und hinten keinen Sinn, also auch im Englischen wahrscheinlich nicht.
Philipp: Nein, es ergibt auch im Englischen keinen Sinn, das kann ich dir sagen, und was auch keinen Sinn ergibt, ist das, was er dann weiter dir mitteilt, und zwar: Wir können euch versichern, dass all eure Bemühungen, die auf Zerstörung abzielen, euch nichts nutzen werden. Jene Individuen, die der Station Schare zugewiesen sind, sind in der Lage, nach Belieben durch mentale Telepathie mit sterblichen Wesen im höheren Licht auf dem Planeten Schan zu kommunizieren. Wir sind nicht daran interessiert, eine Schau zu veranstalten, aber ich werde euch mitteilen, dass wir, falls gegnerische Kräfte, sterbliche oder andere, in ihren Bemühungen fortfahren, 100.000 Einheiten pro Sekunde in Betrieb setzen können. Es würde sie finanziell überfordern, mechanische Flugzeuge in einem solchen Tempo zu produzieren.
Daniel: Oh, ich finde, die Leute von Schare – Schare hieß der Planet, ne, hast du gesagt – ich glaube, die haben unser System gut verstanden, ne, also es gibt ja vieles, was die Menschen auf der Erde schlimm finden, aber am schlimmsten ist, Geld umsonst auszugeben, offensichtlich.
Philipp: Richtig, und 100.000 Flugzeuge pro Sekunde würden glaub ich nicht am Geld scheitern, sondern an sehr vielen anderen Dingen.
Daniel: Ja, ja, aber es ist offensichtlich, Geld ist n wichtiges Thema.
Philipp: Also das haben auch schon die Leute von Schare erkannt.
Daniel: Richtig.
Philipp: Finanzen spielen generell in der Ufologie eine wichtige Rolle, aber nur bei denen, die vermeintlich was dazu zu sagen haben.
Daniel: Also hab ich sicher schon – die Leute von Schare, die schicken Scharen an Flugzeugen, wenn wir uns gegen die wenden, ja.
Philipp: Absolut, und Ashtar sagt auch noch, im Prinzip seid ihr alle doof, er schreibt nämlich – was heißt, er schreibt, ich sag immer “er schreibt”, er sagt: Für jene wenigen, deren Verstand nicht abgelenkt ist, Männer der Wissenschaft, möchte ich hinzufügen, dass unsere Schiffe für das menschliche Auge auf dem Planeten Schan nicht sichtbar wären, wenn nicht die Elemente eurer Atmosphäre dies ermöglichten. Einige erleuchtete Geister werden das verstehen, es ist schwierig, jemanden zur Vernunft zu bringen, der sie verloren hat. Für jeden Sterblichen ist es schwer, sich höhere Intelligenz in verschiedenen Entwicklungsstufen vorzustellen, da sie so lange davon entfernt waren.
Daniel: Danke, Ashtar.
Philipp: Und es geht weiter und erschließt mit den Sätzen: Ich möchte eure Regierung auch darüber informieren, dass die Informationen, die an den Geheimdienst gesandt wurden, aus dessen eigenem Büro an ausländische Nationen weitergeleitet wurden.
Daniel: Ashtar hat Outlook gehackt, offenbar.
Philipp: Ja, und Ashtar hat vor allem nur mit den Amis schon wieder geredet.
Daniel: Ja, das ist ja irre, oder, also Arschloch Ashtar, Arschloch da…
Philipp: Nein, aber hat er hatte nicht mal probiert, irgendwie mal in Frankreich anzurufen, oder mal von mir aus in Indien, oder frag doch mal die Chinesen, was die von den Aliens halten.
Daniel: Nee, nee, es gibt auch wesentlich mehr Chinesen und Inder als US-Amerikaner, aber trotzdem kommen die Außerirdischen immer zu den Amis.
Philipp: Komisch, kann man sich auch nicht erklären. Nun ja, also Ashtar auf jeden Fall der Wichtigste von allen, auch der intelligenteste, n bisschen so wie Frank, und er spricht zu dir in mehreren Gesprächen – also die Monologe sind letztlich über den Aufbau des Lebens, wie das Leben entstanden ist, aus Wasserstoff ist das Leben entstanden, also zumindest seins, nicht dass der Mensch…
Daniel: Ja, klar, das ja aus Kohlenstoff entstanden ist.
Philipp: Aber bei Ashtar ist es der Wasserstoff, und er teilt dir mit, dass niemals eine Wasserstoffbombe gezündet werden darf, da das zu einem Atmosphärenbrand führen wird, der alles vernichtet.
Daniel: Ja gut, das ist ja diese Geschichte, wo Oppenheimer sogar Angst hatte mit seiner Bombe, ne, dass das passieren könnte.
Philipp: Richtig, den Atmosphärenbrand, dieses Risiko gibt es tatsächlich.
Daniel: Ja, also ich weiß nicht, ob es jetzt widerlegt ist oder ob es theoretisch passieren kann, aber die Chance nur sehr gering ist.
Philipp: Auf jeden Fall sagt er: Niemals eine Wasserstoffbombe zünden.
Daniel: Okay, danke. OK, danke, passiert einem Menschen, der unter einem Stein lebt, sehr häufig, dass er in diese Situation kommt, ne, Wasserstoffe…
Philipp: Du, ich glaube, er zündet so einige Bomben unter diesem Stein, und da brennt auch die Atmosphäre, und nicht nur die, aber ich glaube nicht, dass das unser großes Problem ist.
Daniel: Gerade aber, es ist doch n sehr großes Problem, weil dann werden ja auch die Außerirdischen, die armen Wesen, die so nett sind, werden dann ja auch bedroht, weil die sind ja aus Wasserstoff, und wenn Wasserstoff brennt, dann brennen die ja mit, und das geht ja nicht, sind die nicht quantenteilchenmäßig verbunden mit den Wasserstoffteilchen, was weiß ich, denn in jedem Fall sind die hart, sie sind schwer gefährdet.
Philipp: Ja, natürlich, stehen auf der Roten Liste, oder auf der Schwarzen sogar, oder auf der durchsichtigen, ich weiß es nicht, jedenfalls sind die gefährdet, es ermöglicht unsere Atmosphäre nicht, das zu sehen, oder deren.
Daniel: In jedem Fall musst du der Welt künden.
Philipp: Du musst der Welt künden, und deswegen schreibst du das alles in ein Buch, das du im selben Jahr auch veröffentlichst, 1952, und du schließt das Buch mit den Worten, mit denen du das alles einordnest, was da gesagt worden ist, und zwar: Diese Zitate benötigen selbstverständlich keine Erklärung.
Daniel: Natürlich nicht, das ist ja wie damals, wie damals in England und Krakau und wo auch immer, als die Engländer gesprochen haben – also ich glaube, das war auch Ashtar, aber der hat halt irgendwie auf n falsches Signal gesendet irgendwie.
Philipp: Ja, warte mal ab, was die Engländer noch so auf Signalen senden im Verlauf dieser Folge.
Daniel: Dazu kommen wir noch?
Philipp: Ah ja, aber es passiert, was passieren muss: Du willst der Welt künden, und das bedeutet, du vergrößerst deine Meditationskurse, und du erreichst eine gewisse Bekanntheit, und irgendwann melden sich immer mehr Leute, die fliegende Untertassen gesehen haben, die Außerirdische gesehen haben, die kontaktiert worden sind, die entführt worden sind.
Daniel: Ah ja, der Klassiker.
Philipp: All die kommen zu dir und möchten mit dir reden, weil du so ne Art Guru bist, weil du der Erste bist, der mit denen geredet hat und das aufgeschrieben hat, und alle haben ähnliche Erfahrungen gemacht und wollen jetzt unbedingt mit dir in den Austausch kommen, und deshalb startest du am 1. März 1954 die Interplanetary Spacecraft Convention, zu der UFO-Fans aus aller Welt zu dir nach Giant Rock anreisen, und Menschen halten tatsächlich sogar Keynotes darüber, wie sie von Außerirdischen entführt worden sind.
Daniel: Ich hoffe, mit Details.
Philipp: Das kann ich dir gar nicht so genau sagen, wie sehr sie ins Detail gehen. Ich zeige dir ein Bild von der ersten Interplanetary Convention, sag mir, was du siehst.
Daniel: Ich sehe einen Joe-Biden-Verschnitt, der da steht, mit einem Buch, glaub ich, in der Hand – das ist einfach n älterer Mann, neben ihm steht einer, ja, es stehen 4 Männer mit einem Schild, eigentlich mehr erkennt man da nicht.
Philipp: Nee, ist nicht Giant Rock Interplanetary – von links bist du…
Daniel: Ach, der zweite, der so n bisschen indisch aussieht, auf dem man quasi nur n Teil des Gesichts sieht?
Philipp: Ja, es ist halt ne Schwarz-Weiß-Aufnahme, die man nicht gut erkennt, aber ja: Giant Rock Interplanetary Airport.
Daniel: Interplanetary Airport find ich auch sehr gut, das heißt, Ashtar und Kollegen können gerne landen.
Philipp: Ja, das ist der Satz da drunter: “Saucers and aircraft welcome.”
Daniel: Untertassen willkommen.
Philipp: Jawohl, ist es tatsächlich so, dass du 1954 diese erste Convention machst, die so aussieht, in 1959 ist es ein Festival, es kommen 10.000 Leute.
Daniel: Natürlich tun sie das ja.
Philipp: Also ja, also ich find es ja interessant, ne, ich glaube sowas zieht Leute an, einerseits weil irgendwelche Verrückten sich denken: Ja, alles klar, ich hab auch so ne Erfahrung gemacht. Andere, die sich vielleicht wirklich Dinge gesehen haben, die sie sich erklären können, weil n scheiß Wetterballon damals ja offensichtlich nicht wirklich bekannt war.
Daniel: Den, den irgendwie Walker aus Texas, der extra dann…
Philipp: Walker, Texas Ranger, war das n Zufall oder war das Absicht?
Daniel: Nee, das ist einfach das erste, was mir eingefallen ist.
Philipp: Jedenfalls, klar, da kommen die alle her, ne, und natürlich, dann hört der eine oder andere: Ja, guck mal, da versammeln sich Leute, lass mal gucken, was da abgeht, und plötzlich stehen da 20.000 Leute, klar.
Daniel: Geht schnell.
Philipp: Es sind nur 10.000, aber es ist trotzdem viel für so ne UFO-Convention, und der Hype ist wirklich auf dem Höhepunkt 1959, und da der Hype gerade auf dem Höhepunkt ist, das passt jetzt gerade dir ganz gut, denn passenderweise kommen genau jetzt die Außerirdischen und übermitteln dir eine weitere Nachricht.
Daniel: Ach, jetzt während des Festivals?
Philipp: Nee, nicht jetzt während des Festivals, aber während quasi der Hype um dich und das Festival am größten ist. Was könnten die Außerirdischen – sie wollen was von dir.
Daniel: Ja, ich will doch da auch jetzt was von – ich bin ja der Auserwählte, aber ich glaube, Ashtar und Kollegen, die können nicht auf die Erde, weil unsere Atmosphäre passt irgendwie nicht, die können nur in ihren Schiffen bleiben, die können nicht aussteigen, aber vielleicht, wenn ich da hochfliegen würde mit einem selbstgebauten Schiff, was ich mir selber finanzieren muss, aber leider hab ich nicht so viel Geld – da könnt ich hoch, zu sehen, und dann hier mal klären, dass die uns nicht angreifen.
Philipp: Ich glaube, das ist ne gute Idee.
Daniel: Die Idee ist tatsächlich echt gut, und ich – diese Geschichte hätte absolut diese Wendung nehmen können.
Philipp: Absolut, tut sie aber nicht, denn die Aliens schicken dir eine andere Nachricht, und ich hätte jetzt gerne – ich weiß nicht, ob das technisch möglich ist, aber ich hätte gerne n Reverb-Effekt auf den nächsten Satz.
Daniel: Ja, kriegen wir hin.
Philipp: Baue uns ein Gebäude.
Daniel: Ja gut, wenn ich kein Raumschiff baue, dann baue ich halt n Haus.
Philipp: Daniel, sag mir was dazu.
Daniel: OK, das – ich hab tatsächlich dieses Bild irgendwo schon mal gesehen, ich glaube, vorhin, wo ich Giant Rock geguckt hab, da hab ich’s – ich dachte, das wäre n Observatorium oder sowas, aber nein, es ist – also man stelle sich vor, ein Observatorium ohne n Teleskop obendrauf, mit – es ist eigentlich n Sombrero.
Philipp: Es ist nicht ganz, aber es ist n Hut, es ist n Hut mit einer Tür.
Daniel: Es ist n Hut, ja, es ist so n Bobby-Hut, wie die britischen Polizisten aufhaben.
Philipp: Ja, stimmt, aber, wie gesagt, mit so Lichtern.
Daniel: Also es soll wahrscheinlich n UFO darstellen, mit dieser Scheibe und Lichtern drumrum, aber es sieht einfach aus wie n Hut, wie diese Sombreros, die so kleine Glitzerchen quasi an der Scheibe haben, an dem, wie auch immer das nennt – an der Krempe.
Philipp: An der Krempe, ey, das…
Daniel: Unfassbar.
Philipp: Ja, wir haben ein Gebäude gebaut, es sieht noch nicht mal teuer aus, es verschlingt sämtliche Ersparnisse.
Daniel: Von dir oder von anderen?
Philipp: Von dir, von dir, noch von dir, bald von anderen. Na ja, also erst verschlingt es deine Ersparnisse, und dann auch langsam, aber sicher die von Howard Hughes, und ich weiß nicht, ob du Howard Hughes kennst, aber Howard Hughes war in den 30er-, 40er-, 50er-Jahren sehr bekannt, weil er riesig reicher Mensch, internationale Fluggesellschaft besessen, und hat unter anderem 1932 den ersten Scarface produziert, der dann später geremaket wurde mit Al Pacino.
Daniel: Ah OK, ja, nee, also den Namen hab ich schon mal gehört, aber ich konnte ihn jetzt nicht zuordnen.
Philipp: OK, ja, also sein Geld ist hier, und der soll auch irgendwie mit der CIA auch noch irgendwelche U-Boot-Geschichten gemacht haben.
Daniel: Also ganz wilder Typ.
Philipp: Sehr bekannt in den USA, der geht auch noch mit und hilft dir bei der Finanzierung dieses Gebäudes, denn das sieht von außen nicht so aus, aber es ist ein hochkomplexes Gebäude, natürlich, denn es ist komplett aus Holz.
Daniel: Oh ja, gut, jetzt wo du sagst – ja gut, aber n Holzgebäude ist meistens noch n bisschen günstiger, also heutzutage nicht, aber damals wahrscheinlich n bisschen günstiger als so n Betongebäude oder so.
Philipp: Stallgebäude würde ich jetzt behaupten, aber…
Daniel: Ach so, was weiß ich von Gebäuden, so n Gebäude, das einem die Aliens auftragen zu bauen, das braucht natürlich n geilen Namen.
Philipp: Und deswegen heißt es Integratron.
Daniel: OK, ich hätt jetzt das Saucer getippt, aber ja, Integratron klingt gut. Preisfrage: Was kann das Gebäude, dieses supergeile Gebäude aus Holz?
Philipp: Brennen?
Daniel: Ja, das ist auch wichtig.
Philipp: Muster vorher könnte man da machen, ich weiß es nicht, also es kann wahrscheinlich nicht viel, außer das Dach geht auf, weil wenn das Dach wirklich aufgeht, wieso ne Blume, dann hätt ich gesagt: Fancy.
Daniel: Nein, das Dach geht nicht auf, aber dafür kann es viel bessere Sachen als frische Luft reinlassen, und zwar es kann Menschen verjüngen.
Philipp: Ach ja, natürlich, ‘tschuldigung.
Daniel: Es kann die Gravitation umkehren.
Philipp: Oh, da wär ja n offenes Dach nicht schlecht.
Daniel: Das stimmt allerdings, und man kann damit Zeit reisen.
Philipp: Ja, klar, aber in die Zukunft, wenn man lang genug wartet, glaub ich.
Daniel: Wahrscheinlich, man kann schlafen gehen, dann kommt einem das viel kürzer vor, obwohl man 8 Stunden weiter ist.
Philipp: Währenddessen stell ich denen die Uhren um. Tatsächlich ist das Ding 12 Meter hoch, hat einen Durchmesser von 17 Meter, man kann es bis heute besichtigen. Tatsächlich, das Integratron hat etwas ganz Besonderes, denn das hat einen ganz besonderen Schall, also das ist so gebaut, dass es ne ganz bestimmte Lautstärkefrequenz hat, die auf Menschen auch durchaus sehr beruhigend wirkt, und man macht da drin auch so Tonaufnahmen und sowas, weil das ne sehr spezielle akustische Umgebung ist.
Daniel: Also schon durchdacht, tatsächlich, das Gebäude, ja, so als Gebäude halt.
Philipp: Als Gebäude ist es total durchdacht, aber das bist nicht du gewesen, sondern die Bewohner des Planeten Venus, die dir das mitgeteilt haben.
Daniel: Ach, Venus ist besiedelt?
Philipp: Ja, von Ashtar tatsächlich, die wohnen da irgendwie.
Daniel: Unterm Stein auch irgendwo, wahrscheinlich.
Philipp: Und wahrscheinlich unterm Stein, deswegen hat man die noch nie gesehen. Also Funktionsweise ist sehr simpel: Also das Integratron, das komplett aus Holz besteht, erzeugt starke intermittierende Magnetfelder, und die führen zu einer Bildung von Plasma in Form einer Coronaentladung.
Daniel: Ja, hatten wir die letzten Jahre häufiger mal.
Philipp: Und ionisiert negative Luftionen im Inneren des Gebäudes.
Daniel: Ja, das klingt alles nicht so gesund.
Philipp: Und dieser elektromagnetische Effekt beeinflusst biologische Zellen, weil jede biologische Zelle eine resonante elektromagnetische Frequenz hat, und diese breitbandigen elektromagnetischen Felder in diesem Integratron treten mit den Zellfrequenzen des Menschen in Resonanz und laden die menschliche Zellstruktur auf wie eine Batterie, und so kommt dieser Verjüngungseffekt zustande.
Daniel: Ja, zustande. Also Philipp, ich muss sagen, es ist alles sehr bemerkenswert, dass man früher für teuer Geld ein riesiges Sombrero-Hut-Gebäude aus Holz mit Innenhall bauen musste, wo man heutzutage eigentlich nur ein TikTok-Account braucht und erzählt, dass man Barcodes durchstreichen muss.
Philipp: Ja, das ist so, das ist so, aber was auch wichtig ist: Ohne die geomagnetische Anomalie an dem Ort würde es auch nicht funktionieren.
Daniel: Das ist ja, ja, deswegen steht das Ding da, wo es steht, ja.
Philipp: Gut, aber nachdem ja jetzt bis bisher bei dir noch alles normal ist, driftest du in den nächsten Jahren wenig ab, wohin denn, immer mehr Menschen kommen in Kontakt mit Ashtar und mit den Außerirdischen von der Sektorstation Schare, durch die 60er-Jahre bleibt das Ganze ne sehr große, aber nicht gesamtgesellschaftlich relevante Bewegung, aber durchaus relevant, in dem Sinne, dass das viele Menschen machen, aber nicht Mainstream, jetzt – aber 1971 passiert es dann. Und zwar in England, über den großen Teich, gibt es eine so ne Call-in-Radiosendung, so n bisschen wie Domian bei uns, und da ruft ein Außerirdischer an, von der Station Schare, 1971 ruft an, im englischen Call-in-Radio.
Daniel: Der ruft da, haben die Landline da auch, oder ich weiß es nicht.
Philipp: Ich weiß nicht, vielleicht mit Satellitentelefon.
Daniel: Vielleicht so einer Schüssel.
Philipp: Vielleicht auch telepathisch, einfach ins Telefon rein – reingehackt, Outlook haben sie ja auch schon gehackt, insofern geht das – er ruft da an und erzählt da ein paar lustige Dinge, und das Thema bekommt so ein bisschen, nimmt so ein bisschen auch gesamtgesellschaftlich Fahrt auf, weil das jetzt das erste Mal ist, dass das so ein bisschen aus dieser UFO-Szene heraustritt, in eine Welt, wo auch normale Menschen sind, wo man es bis jetzt normalerweise nicht mitbekommt, um das jetzt mal ganz despektierlich zu sagen. Das sorgt aber natürlich dafür, dass du, als quasi der Guru dieser Außerirdischen – du kennst die ja alle schon seit 20 Jahren, ja, ihr habt schon so viel zusammen erlebt – da wirst du natürlich auch immer bekannter, auch noch mal durch diesen Telefonanruf, und jetzt passiert noch etwas ganz Großes. Wir gehen ins Jahr 1977, und im Jahr 1977 passiert etwas Besonderes, denn wir befinden uns in einer ganz normalen Fernsehsendung, an einem ganz normalen Tag, und plötzlich geschieht etwas, und das kennen wir schon.
Daniel: Oder sowas hast du ja schon in den Kontexten – das hatten wir schon mal?
Philipp: Und heute ist quasi der legitime Nachfolger von Max Headroom hat sich eingeloggt.
Daniel: Wellblech, Teil 2, ich bin gespannt.
Philipp: Ich muss sagen, das Video startet übrigens mit einem “the following was a TV broadcast highjacking”, bla bla bla.
Daniel: Irgendwas ist ja schon kommen, das erinnert mich n bisschen an Blair Witch Project, also…
Philipp: Ein bisschen, ja, diese Studenten sind rausgegangen in den Wald, um ein Loku zu drehen.
Daniel: OK, ich sehe eine Sendung, die unterbrochen wird, wo es um Kriegsgefangene geht, es wackelt n bisschen.
Philipp: Es ist wellblechig, muss man schon zugeben.
Daniel: Es ist das digitale Wellblech.
Philipp: Digital ist Wellblech, und man hört ein Pulsieren.
Daniel: Jetzt weißt du, warum ich ein Reverb wollte auf meinem Satz.
Philipp: Das sind jetzt 5 Minuten, wir müssen es nicht komplett durchschauen. Wir schreiben den 26.11.1977 auf dem Sender ITV, es ist übrigens nachmittags, also nicht nachts, und diese Sache wird gesendet, und du erinnerst dich, dass ich vorhin eine Sache zitiert habe, die Ashtar gesagt hat, im Jahr 1952, und zwar: In Bezug auf alle Versuche, uns einzufangen, möchte ich anmerken, dass es wesentlich einfacher wäre, eine Figur von der Bildfläche eures Fernsehers einzufangen. Und jetzt, 26 Jahre später, passiert genau das: Auf deinem Fernseher erscheint eine Störung, und plötzlich spricht Vrillon vom Ashtar Galactic Command zu dir.
Daniel: Hab ich das aber richtig verstanden, das heißt, Ashtar ist befördert worden, weil der hat hier – Ashtar ist jetzt selber offenbar Gott oder Kommandoleiter, ja?
Philipp: Ja, ich glaube schon, also der hat zumindest jetzt sein eigenes Obergalaktic-Empire-irgendwie-Command.
Daniel: Und Vrillon ist im Prinzip n Hippie: Kein Krieg mehr, legt eure Waffen nieder.
Philipp: Ja.
Daniel: Wir wissen, wie es richtig geht, wir segnen euch, wir verlassen die Ebenen eurer Existenz, sagt er am Ende.
Philipp: Goodbye, das war’s.
Daniel: Tschau, tschau, Kakao, ja.
Philipp: Tschau, tschau, Kakao. Aber es ist ne gute Message, legt eure Waffen nieder – diese Sache, die du 1952 gehört hast, die Ashtar dir mitgeteilt hat, wird heute von seinem Büttel Vrillon der ganzen Welt verkündet, im Jahr 1977, im November 1977. Deine Aufgabe ist erfüllt, und deshalb stirbst du 3 Monate später.
Daniel: Oh, ja, natürlich.
Philipp: Wie du schon sagst, ne, Aufgabe erfüllt, keinen Lebenszweck mehr, und unterm Stein hat man sich wahrscheinlich auch mal ne…
Daniel: Lungenentzündung geholt.
Philipp: Genau, und du hinterlässt ein irgendwie so halbwegs ordentliches Haus, und so weiter, dieser ganze Ort, wo die Convention stattgefunden hat, und du hinterlässt natürlich das Integratron, dein Lebenswerk, mehr oder weniger – die Holzhütte, bei der man, nach deinem Tod, als man dann da reingegangen ist, festgestellt hat, dass es genau nichts kann, außer irgendwie n bisschen mal Schall isolieren – und du stirbst in dem vollen Wissen: Sie kommen, und sie werden uns erlösen, weil sie haben das ja vor 3 Monaten im Fernsehen gesagt.
Daniel: Ja, klar, da leg ich mich doch gerne schlafen und wach nicht mehr auf.
Philipp: Ich kam bei der Recherche für diese Geschichte tatsächlich von hier, also ich kam vom TV-Hijacking und habe mich quasi den ganzen Weg bis nach Jefferson, Ohio, zurückgearbeitet, und dafür sogar dieses scheiß Buch gelesen, mit diesen Nachrichten von diesen Außerirdischen, und muss sagen, mit jedem einzelnen Punkt dieser Recherche wurde es noch wilder und wahnsinniger.
Daniel: Es ist auch unfassbar, also, ich meine, so, also offensichtlich kann man sehr gut sehr viel Geld mit Bullshit verdienen, das haben wir auch schon öfter mal gelernt.
Philipp: Definitiv, und das geht ja heutzutage ja weiter, also jetzt nicht unbedingt vorbei, auch mit irgendwelchen Frequenzen, wie gesagt, durchgestrichenen Barcodes, irgendwelche Sticker bei Group – es ist alles hirnrissig, aber ich muss sagen, also Dedication nenne ich das.
Daniel: Absolut, absolute Dedication, und vielleicht hat der Ort ja doch etwas Übernatürliches.
Philipp: Ja, vielleicht.
Daniel: Vielleicht sollten wir uns da das nächste Mal treffen.
Philipp: Genau, nicht in Wesel, sondern einfach zack, direkt Giant Rock.
Daniel: Giant Rock Wesel so – vielleicht gibt es in Wesel auch einen großen Stein, müssen wir mal gucken. Ja, Philipp, also es ist ne Klimax, die ihresgleichen sucht. Bist du n bisschen Wellblech, bist du n bisschen digitales Wellblech, oder analoges, eher wahrscheinlich? Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll, ich find es gleichzeitig faszinierend, aber auch extrem bescheuert.
Philipp: Das ist es ja auch, es ist hochgradig bescheuert, also überleg mal, aber es gibt heute, bis heute, eine sehr loyale Followerschaft dieser Thematik.
Daniel: Ja, das glaub ich, also ich sag mal so, die einzige Person, die mir jetzt aus dem heutigen Kontext irgendwie in so ne ähnliche Richtung geht – vielleicht kennst du den Videospiel-Streamer Athene von früher, der hat irgendwie Poker gespielt, und der hat Warcraft, also World of Warcraft gespielt, war der beste Paladin der Welt, hat er sich immer genannt, dann hat er League of Legends gespielt, und jetzt ist er an der Grenze zwischen Polen und Deutschland, hat n eigenen Kult und lange Haare, langen Bart, und schickt irgendwelche Leute los, damit die irgendwas für ihn organisieren, also wer weiß, was da…
Philipp: Das klingt, das klingt nach Pennergame, genau genommen.
Daniel: Aber nee, nee, ich musste denken an Joyce Ilg, ich weiß nicht, ob du Joyce Ilg…
Philipp: Ja, ja, natürlich, das hab ich mitbekommen, das hab ich mitbekommen, die scheint ja auch nicht unbedingt alle Tassen im Schrank behalten zu haben, über die Haare.
Daniel: Nee, ich glaube, es ist n Marketing-Ding, aber das passt so gut da rein, weil da ist auch so n Außerirdischer irgendwie unterwegs, der da, ja, der muss die Sprüche…
Philipp: Patschen, Sachen mit – hab ich mitbekommen, tatsächlich, es ist die Welle, die kann man immer wieder reiten, würde ich sagen.
Daniel: Das würd ich auch sagen, also diese Welle, die wird auch noch n paar Mal zurückkommen, aber was, glaub ich, nicht mehr zurückkommen wird, und das ist wirklich schade, sind die guten ITV-Hijackings – ja, da muss man alle mitnehmen, die es gab.
Philipp: Auf jeden Fall, glaube, so häufig passiert das nicht mehr.
Daniel: Philipp, also wie gesagt, ich weiß nicht, was ich jetzt sagen soll, ich find’s großartig, und ich bedanke mich sehr herzlich, weil ich muss tatsächlich zugeben, dieses Vrillon-Video hab ich in der Recherche schon mal mitbekommen, und zwar, ich hab es gesehen, ich wusste, dass es es gibt, und das war es auch – oder es ist, und es ist völlig bescheuert.
Philipp: Es ist einfach nur voll – stimmt, es ist völlig bescheuert, aber alles, was völlig bescheuert ist, hat oft ne Geschichte, und die hast du, finde ich, sehr gut aufbereitet, und hier sag ich nur: Der Weg ist das Ziel.
Daniel: Der Weg, der Weg ist das Ziel, und manchmal ist es der Weg nach ganz oben, und deswegen hab ich es auch am Anfang gesagt, und deswegen hab ich es auch in der letzten Folge gesagt: I want to believe.
Philipp: Und I want to leave, würde ich sagen, nach dieser Geschichte.
Daniel: Ja, vom ganzen Planeten, vom ganzen Planeten, aber nicht auf die Venus, weil da sitzt Patrick da unterm Stein.
Philipp: Richtig, richtig.
Daniel: Philipp, vielen Dank.
Philipp: Ich sag mal so, ich bin gerade selber auf der Recherche, ich hoffe, ich krieg es hin, mal wieder um irgendwas dann zu tasern, was ich wieder nicht gebissen kriege.
Daniel: Bei uns geht es auch weit weg von der Zivilisation.
Philipp: Da bin ich, da bin ich sehr freudig drauf, da freu ich mich, weil wir sind ja dieses Mal auch schon weit weg gewesen von der Zivilisation, also wir bleiben im Game.
Daniel: Wir bleiben im Game, Folge “Seven versus Wild” ist ja Folge 7, dann.
Philipp: Folge “Seven versus Wild”.
Daniel: Ich will das alles nicht mehr. Philipp, ich will das alles nicht mehr.
Daniel: Dann beenden wir es hiermit auch.
Philipp: Tschüss, bis zum nächsten Mal.
Daniel: Bis dann.
